Micron hat auf der Consumer Electronics Show 2026 eine klare Botschaft gesendet: Die Produktionskapazitäten für High Bandwidth Memory sind für das gesamte Jahr 2026 ausverkauft. Was zunächst nach einer Randnotiz klingt, ist tatsächlich der Kern einer fundamentalen Verschiebung im Halbleitermarkt. Nvidia-CEO Jensen Huang bezeichnete den Speichermarkt als "unterversorgt" – und genau davon profitiert Micron jetzt massiv.

Ausverkaufte Kapazitäten treiben Preismacht

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Am 6. Januar 2026 schloss die Aktie bei 343,43 US-Dollar, ein Plus von über 10 Prozent an einem einzigen Handelstag. Das Handelsvolumen lag mit 47,9 Millionen Aktien rund 84 Prozent über dem Dreimonatsdurchschnitt. Der Auslöser war die Bestätigung, dass sämtliche HBM-Fertigungskapazitäten für 2026 bereits ausgebucht sind.

Diese Verknappung verschafft Micron erhebliche Preissetzungsmacht. DRAM-Preise sollen laut Analysten von Bernstein im Jahresverlauf 2026 sequenziell um 20 bis 25 Prozent steigen. Analyst Mark Li hob sein Kursziel von 270 auf 330 US-Dollar an und verwies auf den strukturellen Angebotsengpass im Speichermarkt.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Micron?

Dreistellige Wachstumsraten bei der Profitabilität

Die fundamentale Entwicklung untermauert die Rally. Im ersten Quartal 2026 erzielte Micron einen Umsatz von 13,6 Milliarden US-Dollar – ein Plus von 56 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Noch eindrucksvoller ist die Entwicklung beim Gewinn je Aktie: Dieser sprang um 175 Prozent auf 4,60 US-Dollar.

Für das laufende zweite Quartal rechnet CEO Sanjay Mehrotra mit Erlösen von rund 18,7 Milliarden US-Dollar und einem Gewinn je Aktie von etwa 8,19 US-Dollar. Um die explodierende Nachfrage bedienen zu können, erhöhte das Unternehmen seine Investitionsausgaben für das Geschäftsjahr 2026 auf 20 Milliarden US-Dollar.

Neue SSD-Generation für KI-PCs

Parallel zur HBM-Offensive stellte Micron auf der CES die 3610 SSD vor – die erste PCIe 5.0 QLC-SSD der Branche für OEM-Kunden. Mit Lesegeschwindigkeiten von bis zu 11.000 MB/s und einer Kapazität von 4 TB im kompakten M.2 2230-Format zielt das Produkt auf den wachsenden Markt für KI-fähige Notebooks und ultradünne Laptops. Die Diversifizierung über reines Server-DRAM hinaus verschafft Micron zusätzliche Umsatzkanäle.

Die Kombination aus verifizierten Lieferengpässen, gesicherten Langzeitverträgen und technologischer Führung bei HBM positioniert Micron im Zentrum des KI-Infrastruktur-Booms. Mit der Jahresperformance von über 240 Prozent seit Januar 2025 hat die Aktie bereits einen beachtlichen Lauf hinter sich – doch die Analysten sehen weiteres Potenzial, solange die Angebotslücke bei Hochleistungsspeicher bestehen bleibt.

Micron-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Micron-Analyse vom 08. Januar liefert die Antwort:

Die neusten Micron-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Micron-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 08. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Micron: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...