Der Speicherchip-Hersteller Micron nutzt seine prall gefüllten Kassen für einen massiven Schuldenabbau. Während der Markt in der vergangenen Woche wegen eines neuen Google-Algorithmus nervös reagierte, sendet das Management mit einem 5,4 Milliarden US-Dollar schweren Anleihen-Rückkauf ein klares Zeichen finanzieller Stärke. Parallel dazu dürfen sich Aktionäre über eine deutlich höhere Ausschüttung freuen.

KI-Sorgen treffen auf volle Auftragsbücher

Auslöser für die jüngste Schwächephase war Googles Vorstellung des "TurboQuant"-Algorithmus. Diese Technologie soll den Speicherbedarf für KI-Anwendungen durch fortschrittliche Kompression drastisch senken. Anleger reagierten prompt und schickten den Titel auf Talfahrt – auf Wochensicht verlor das Papier über 15 Prozent an Wert.

Analysten der Bank of America halten diese Reaktion für überzogen. Zwar könnte die Innovation die Nachfrage nach klassischem NAND-Flash-Speicher dämpfen, der entscheidende Wachstumstreiber bleibt allerdings intakt: Sogenannter High Bandwidth Memory (HBM) wird weiterhin händeringend gesucht. Microns Produktionskapazitäten für diese Spezialchips sind bereits bis Ende 2026 restlos ausverkauft, primär getrieben durch die Fertigung für Nvidias kommende Vera-Rubin-Architektur.

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Volle Kassen und neue Fabriken

Das operative Geschäft liefert die nötige Liquidität, um solche Schwächephasen auszusitzen. Nach einem starken zweiten Geschäftsquartal mit knapp 14 Milliarden US-Dollar Nettogewinn optimiert das Unternehmen nun seine Kapitalstruktur. Der am heutigen Samstag finalisierte Rückkauf von Anleihen reduziert die Schuldenlast erheblich. Gleichzeitig hob der Vorstand die Quartalsdividende um 30 Prozent auf 0,15 US-Dollar je Aktie an.

Auch abseits der Börse wird investiert: Gemeinsam mit dem Bundesstaat New York fließen aktuell 43 Millionen US-Dollar in regionale Infrastrukturprojekte. Diese Mittel sind Teil eines 500 Millionen US-Dollar schweren Fonds, der das Umfeld für den Bau einer geplanten Halbleiter-Mega-Fabrik vorbereiten soll.

Analysten bleiben optimistisch

Große Adressen lassen sich von der kurzfristigen Volatilität offenbar nicht abschrecken. Institutionelle Investoren halten mittlerweile knapp 81 Prozent der ausstehenden Papiere. Auch die Experten großer Bankhäuser haben ihre Kursziele Ende März nach oben geschraubt:

  • Wells Fargo: 550 US-Dollar
  • Deutsche Bank: 550 US-Dollar
  • Raymond James: 530 US-Dollar
  • HSBC: 500 US-Dollar

Der Konsens lautet weiterhin auf Kaufen. Die nächste fundamentale Hürde für diese optimistischen Einschätzungen steht bereits fest: Für das kommende dritte Quartal stellt der Markt einen Umsatz von 33,5 Milliarden US-Dollar in Aussicht. Erreicht Micron diese Marke, dürfte die Diskussion um effizientere KI-Algorithmen schnell in den Hintergrund rücken.

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