Micron Technology hat zuletzt gleich auf mehreren Ebenen überzeugt: starke Quartalszahlen, eine strategische Partnerschaft mit Applied Materials und ausgebuchte Produktionskapazitäten. Der Kurs hat sich in den vergangenen zwölf Monaten fast verfünffacht – doch was trägt diesen Anstieg wirklich?

Zahlen und Partnerschaft als Fundament

Die Partnerschaft mit Applied Materials, bestätigt am 10. März, zielt auf die gemeinsame Entwicklung von Speicherarchitekturen für KI-Anwendungen ab. Im Mittelpunkt stehen High-Bandwidth Memory (HBM), DRAM und NAND – Technologien, die für den Betrieb großer KI-Infrastrukturen unverzichtbar sind.

Dazu passt die Geschäftsentwicklung: Im ersten Quartal des Fiskaljahres 2026 erzielte Micron einen Umsatz von 13,64 Milliarden Dollar – ein Plus von 56,7 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum und deutlich über den Markterwartungen von 12,62 Milliarden Dollar. Der Gewinn je Aktie von 4,78 Dollar übertraf die Schätzungen von 3,77 Dollar ebenfalls klar. Für das laufende zweite Quartal erwartet das Unternehmen einen Umsatz von rund 18,70 Milliarden Dollar.

Ausverkaufte Kapazitäten, steigende Kursziele

Der entscheidende Treiber hinter diesen Zahlen ist der HBM-Markt. Microns gesamte HBM-Produktionskapazität für 2026 ist bereits vollständig ausverkauft. Der globale HBM-Markt soll von 35 Milliarden Dollar im Jahr 2025 auf rund 100 Milliarden Dollar bis 2028 wachsen – angetrieben durch massive Investitionen großer Cloud-Anbieter in KI-Infrastruktur.

Mehrere Banken haben ihre Kursziele nach oben angepasst:

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  • UBS: Kursziel 475 Dollar, verweist auf anhaltende Angebotsengpässe bis 2027/2028
  • Susquehanna: Kursziel 525 Dollar, positive Bewertung bestätigt
  • Citigroup: Kursziel 430 Dollar

Hintergrund ist die Erwartung steigender Preise für DRAM- und NAND-Komponenten, da Rechenzentren und KI-Anbieter die Nachfrage kaum befriedigen können.

Institutionelle Investoren bauen Positionen auf

Auf Investorenseite zeigt sich ein klares Bild: Die institutionelle Beteiligungsquote liegt bei rund 81 Prozent. Norwegens Staatsfonds Norges Bank hat eine neue Position im Wert von knapp zwei Milliarden Dollar aufgebaut, Vanguard hält inzwischen rund 103,9 Millionen Aktien. Vereinzelte Verkäufe kleinerer Adressen – darunter Franklin Resources mit einem Rückgang von 23,4 Prozent – fallen dagegen kaum ins Gewicht.

Auf Insider-Seite kaufte Direktor Teyin M. Liu im Januar 2026 rund 23.200 Aktien für geschätzte 7,8 Millionen Dollar – ein klares Signal aus dem Unternehmen selbst.

Micron steht aktuell bei 346,60 Euro und damit rund 6,6 Prozent unterhalb des jüngsten 52-Wochen-Hochs. Ob der Kurs dieses Niveau wieder erreicht, hängt vor allem davon ab, wie lange die Angebotsknappheit im HBM-Segment anhält – und die Signale deuten darauf hin, dass sie noch einige Jahre andauern wird.

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