Fünf große Banken haben ihre Kursziele für Micron innerhalb von 48 Stunden teils drastisch angehoben — und das kurz vor den Quartalszahlen am 18. März. Der Hintergrund: Der Markt für KI-Speicherchips läuft heiß, und Micron sitzt mittendrin.

Was die Analysten antreibt

Wedbush-Analyst Matt Bryson erhöhte sein Kursziel am Donnerstag von 320 auf 500 US-Dollar und behielt sein „Outperform"-Rating bei. Als Begründung nannte er stark steigende Preise für NAND- und DRAM-Speicher — laut Wedbush zwischen 30 und 50 Prozent. Wells Fargo zog nach und hob das Ziel auf 470 Dollar an, mit Verweis auf den Wechsel zur HBM4-Technologie, bei der die Durchschnittsverkaufspreise 30 bis 45 Prozent über dem Vorgänger liegen sollen. Susquehanna geht mit 525 Dollar sogar noch weiter, Citi setzt die Latte bei 430 Dollar.

Hinter diesen Anpassungen steckt ein konkretes Argument: Microns gesamte HBM-Produktionskapazität für 2026 ist bereits ausverkauft oder fest an Großkunden vergeben. Goldman Sachs erwartet, dass das Angebot an spezialisiertem KI-Speicher bis 2028 knapp bleibt — mit operativen Margen für DRAM-Produkte im Bereich von knapp 80 Prozent.

Zahlen, die den Hype erklären

Am 18. März legt Micron seinen Bericht für das zweite Geschäftsquartal vor. Der Konsens der Wall Street rechnet mit einem Gewinn je Aktie von 8,74 Dollar — ein Anstieg von 460 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Umsatz soll bei rund 19 Milliarden Dollar liegen, was einem Wachstum von 136 Prozent entspricht. Mizuho, ebenfalls mit „Outperform" und einem Ziel von 480 Dollar, geht noch weiter: Für das Folgequartal bis Mai prognostiziert das Haus einen Umsatz von 25 Milliarden Dollar — rund 8 Prozent über dem Marktdurchschnitt.

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Parallel dazu treibt Micron den Kapazitätsausbau voran. Am 26. März findet in der P5-Fabrik in Tongluo eine Einweihungszeremonie statt. Das Werk wurde für 1,8 Milliarden Dollar erworben und soll die DRAM-Produktion schrittweise ausweiten. Die Transaktion soll im zweiten Kalenderquartal 2026 abgeschlossen werden.

Kurs nahe am Jahreshoch

Die Aktie notiert aktuell bei rund 370 Euro und damit knapp unter ihrem 52-Wochen-Hoch. Seit Jahresbeginn hat der Titel bereits rund 38 Prozent zugelegt. Das Forward-KGV von 12 wirkt angesichts der Wachstumszahlen moderat — zumal Hyperscaler laut Marktschätzungen 2026 rund 700 Milliarden Dollar in KI-Infrastruktur investieren wollen, von der Micron direkt profitiert.

Die Quartalszahlen am 18. März werden zeigen, ob die hohen Erwartungen der Analysten Substanz haben — oder ob der Markt bereits zu viel eingepreist hat.

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