Nokia Aktie: KI-Strategie trägt Früchte
Nokia hat in den vergangenen Wochen eine bemerkenswerte Kursrally hingelegt. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von rund 29 Prozent zu Buche — und die Aktie notiert aktuell auf einem 52-Wochen-Hoch. Treiber dahinter ist die zunehmend konkrete KI-Strategie des finnischen Netzwerkausrüsters, die sich vom Ankündigungsstadium in die operative Umsetzung bewegt.
NVIDIA-Partnerschaft liefert erste Ergebnisse
Der entscheidende Hebel ist die strategische Allianz mit NVIDIA. Der Chipriese hatte sich mit einer Milliarde US-Dollar an Nokia beteiligt, um gemeinsam KI-gestützte Funkzugangsnetze — sogenannte AI-RAN — zu entwickeln und den Übergang von 5G zu 6G voranzutreiben.
Auf dem Mobile World Congress 2026 präsentierte Nokia handfeste Fortschritte: Erfolgreiche Funktionstests GPU-beschleunigter AI-RAN-Systeme, neue Kundenintegrationen und ein Pilotprojekt mit T-Mobile in Seattle, bei dem Nokias AirScale-Technik Anwendungsfälle wie Videostreaming, generative KI-Abfragen und KI-basierte Videountertitelung unterstützte. Gemeinsam mit Indosat Ooredoo Hutchison gelang in Südostasien der erste AI-RAN-gestützte 5G-Layer-3-Anruf überhaupt — ein Beweis, dass KI- und RAN-Workloads gleichzeitig auf gemeinsamer GPU-Infrastruktur laufen können.
Zu den Netzbetreibern, die AI-RAN-Technologien einsetzen, zählen mittlerweile BT, Elisa, NTT DOCOMO und Vodafone. Das adressierbare Marktvolumen im RAN-Segment soll laut Analystenhaus Omdia bis 2030 kumuliert 200 Milliarden US-Dollar übersteigen.
Finanzen: Erholung erwartet, Gegenwind bleibt
Das Geschäftsjahr 2025 verlief zweigeteilt: Der Umsatz stieg um knapp 3,5 Prozent auf 19,89 Milliarden Euro, doch der Gewinn brach um rund 49 Prozent ein. Für 2026 peilt Nokia ein vergleichbares operatives Ergebnis zwischen 2,0 und 2,5 Milliarden Euro an — gestützt auf die strategische Neuausrichtung rund um AI-RAN.
Belastend wirken allerdings die aktuellen Engpässe bei Speicherkomponenten. DRAM-Preise sind im ersten Quartal 2026 um bis zu 95 Prozent gegenüber dem Vorquartal gestiegen, NAND-Flash-Speicher wurde rund 60 Prozent teurer. Diese Kostensteigerungen treffen auch Netzwerkausrüster wie Nokia spürbar.
Auf institutioneller Seite signalisieren jüngste Bewegungen wachsendes Interesse: FMR LLC hält nun 5,26 Prozent der Stimmrechte, Jefferies Financial Group eröffnete im dritten Quartal eine Position von rund 955.000 Aktien. Intern veräußerte Senior Manager Raghav Sahgal am 10. März regulatorisch konform 150.000 Aktien zu durchschnittlich 6,71 Euro.
Quartalszahlen Ende April im Blick
Nokia hat seine Konzernstruktur zuletzt von vier auf zwei Hauptsegmente verschlankt — mit dem erklärten Ziel, den „KI-Superzyklus" zu befeuern, wie CEO Justin Hotard es formulierte. Parallel dazu wurde die Partnerschaft mit TIM Brasil ausgebaut: Nokia modernisiert das 5G-Netz des brasilianischen Betreibers in 14 weiteren Bundesstaaten und erreicht damit rund 42 Prozent der Bevölkerung.
Ende April legt Nokia seine Quartalszahlen vor. Dann wird sich zeigen, ob die Fortschritte bei AI-RAN bereits in den Margen ankommen — oder ob steigende Komponentenkosten den Erholungskurs bremsen.
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