Micron Technology steht kurz vor einem möglicherweise historischen Quartalsbericht. Am 18. März legt der Speicherchiphersteller seine Ergebnisse für das zweite Geschäftsquartal 2026 vor — und die eigene Prognose lautet auf Rekordwerte bei Umsatz, Marge und Gewinn. Gleichzeitig steht die Aktie nach einem breiten Marktabverkauf unter Druck, obwohl die fundamentalen Rahmenbedingungen kaum besser sein könnten.

Zahlen, die sich gewaschen haben

Micron erwartet für das abgelaufene Quartal einen Umsatz von 18,7 Milliarden Dollar und einen bereinigten Gewinn je Aktie von 8,42 Dollar. Zum Vergleich: Im gleichen Quartal des Vorjahres lagen Umsatz und EPS noch bei 8 Milliarden Dollar beziehungsweise 1,56 Dollar. Analysten liegen mit ihren Konsensschätzungen sogar noch leicht darüber — bei 19,14 Milliarden Dollar Umsatz und 8,61 Dollar EPS. Allein in den vergangenen 90 Tagen haben 23 Analysten ihre Gewinnschätzungen nach oben revidiert.

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Das erste Quartal des Geschäftsjahres 2026 lieferte bereits eine starke Ausgangsbasis: Umsatz von 13,64 Milliarden Dollar, eine Bruttomarge von 56,8 Prozent — ein Plus von 11 Prozentpunkten gegenüber dem Vorquartal — und ein operativer Cashflow von 8,41 Milliarden Dollar. Alle Geschäftsbereiche meldeten Rekorderlöse.

HBM als Wachstumsmotor

Der entscheidende Treiber hinter diesen Zahlen ist der Markt für High-Bandwidth Memory (HBM), also Hochleistungsspeicher für KI-Anwendungen. Micron hat nach eigenen Angaben seine gesamte HBM-Produktion für das Kalenderjahr 2026 bereits vollständig unter Vertrag — inklusive der nächsten Generation HBM4. Engpässe könnten laut Branchenexperten bis 2027 anhalten, da ein Großteil der Produktionskapazitäten in die HBM-Fertigung fließt.

Am 10. März gab Applied Materials eine Partnerschaft mit Micron bekannt, um gemeinsam Materialien, Prozesstechnologien und Architekturen für HBM, DRAM und NAND weiterzuentwickeln. Die Nachricht zerstreute Sorgen über mögliche Lieferengpässe und trieb die Aktie an diesem Tag um 5,1 Prozent nach oben.

Milliarden für die Infrastruktur

Parallel zum operativen Geschäft investiert Micron massiv in den Kapazitätsausbau. Ende Februar eröffnete das Unternehmen in Sanand, Gujarat, Indiens erste Halbleiter-Montage- und Testanlage — ein Investitionsvolumen von rund 2,75 Milliarden Dollar. Im Januar begann zudem der Bau eines Speicherchip-Komplexes in Clay, New York, mit einem geplanten Investitionsvolumen von 100 Milliarden Dollar und bis zu vier Fertigungsanlagen.

Für das Gesamtjahr 2026 plant Micron Investitionsausgaben von rund 20 Milliarden Dollar, um die HBM- und DRAM-Kapazitäten weiter auszubauen.

Analysten bleiben optimistisch

Von 39 Analysten empfehlen 37 die Aktie zum Kauf. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 417,82 Dollar, der optimistischste Ausblick reicht bis 650 Dollar. Trotz des jüngsten Kursrückgangs notiert die Aktie auf Jahressicht rund 30 Prozent im Plus.

Am 18. März wird sich zeigen, ob Microns eigene Rekordprognose Makulatur ist oder Substanz hat — und ob das Management weitere Klarheit über die HBM-Lieferdynamik für das zweite Halbjahr 2026 liefert.

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