Metaplanet kauft nicht länger nur Bitcoin — das Unternehmen baut jetzt aktiv eine Finanzinfrastruktur darum herum. Innerhalb einer einzigen Woche im März 2026 hat die Tokioter Gesellschaft zwei neue Tochterunternehmen gegründet, rund 531 Millionen US-Dollar frisches Kapital eingesammelt und eine neuartige Optionsstruktur eingeführt. Das ist mehr als ein Strategieschwenk.

Zwei neue Töchter, ein neues Selbstverständnis

Metaplanet Ventures soll als Risikokapitalarm fungieren und plant, rund 4 Milliarden Yen (etwa 25 Millionen US-Dollar) in japanische Bitcoin-Infrastrukturunternehmen zu investieren — darunter Plattformen für Lending, Zahlungen, Verwahrung und Compliance. Der strategische Hintergrund ist konkret: Japan erwartet, Bitcoin bis Januar 2028 als regulierten Finanzwert einzustufen. Das erfordert erhebliche Infrastruktur, die bislang kaum existiert.

Als erste Investition fließen 400 Millionen Yen in JPYC Inc., den Emittenten des ersten lizenzierten Yen-Stablecoins Japans. JPYC hält seine 1:1-Bindung an den Yen über Bankeinlagen und Staatsanleihen und ist auf mehreren Blockchain-Netzwerken aktiv, darunter Ethereum und Avalanche.

Parallel dazu entsteht in Miami die Metaplanet Asset Management — eine Tochter für digitale Kreditprodukte und Bitcoin-Kapitalmarktdienstleistungen. Das Angebot soll Bitcoin-Renditeinstrumente, festverzinsliche Strukturen sowie aktiv verwaltete Strategien umfassen und asiatische mit westlichen Kapitalmärkten verbinden.

Die mNAV-Klausel: Innovation bei der Kapitalstruktur

Gleichzeitig schloss Metaplanet eine der komplexesten Kapitalmarkttransaktionen seiner Geschichte ab. Über eine Aktienplatzierung mit 2 Prozent Aufschlag wurden 40,8 Milliarden Yen (rund 255 Millionen US-Dollar) eingesammelt. Dazu kommen Optionsscheine mit 10 Prozent Aufschlag, die bei vollständiger Ausübung weitere 44,5 Milliarden Yen einbringen könnten.

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Neu ist die sogenannte mNAV-Klausel: Optionsscheine dürfen nur dann ausgeübt werden, wenn die Aktie mindestens dem 1,01-Fachen des modifizierten Nettoinventarwerts — dem Verhältnis von Marktkapitalisierung zu Bitcoin-Bestand — entspricht. Das soll sicherstellen, dass jede neue Aktienausgabe den Bitcoin-Bestand je Aktie erhöht statt verwässert. Ältere Optionsscheine über bis zu 210 Millionen Aktien wurden vorübergehend ausgesetzt, um die neue Struktur zu priorisieren.

Kursturbulenzen nach Bitcoin-Transfer

Trotz der strategischen Dynamik blieb der Aktienkurs unter Druck. Nach der Bewegung von rund 4.986 BTC — im Wert von etwa 368 Millionen US-Dollar — in neu angelegte Wallets brach die Aktie am Dienstag um mehr als 12 Prozent ein. Blockchain-Analysten werteten den Transfer als interne Umschichtung, nicht als Verkauf. Das Handelsvolumen schnellte auf 61 Millionen Aktien — mehr als doppelt so viel wie der übliche Durchschnitt von 29 Millionen.

Ehrgeizige Ziele, reale Verluste

Metaplanet hält aktuell 35.102 BTC und ist damit der viertgrößte börsennotierte Bitcoin-Halter weltweit, hinter Strategy Inc., MARA Holdings und Twenty One Capital. Bis Ende 2026 soll der Bestand auf 100.000 BTC wachsen, bis Ende 2027 auf 210.000 BTC — ausgehend von weniger als 2.000 BTC zu Beginn des Jahres 2025 ein enormes Tempo.

Für das Geschäftsjahr 2025 meldet das Unternehmen einen Nettoverlust von 95 bis 98 Milliarden Yen, getrieben durch Bewertungsanpassungen infolge der Bitcoin-Preisvolatilität sowie einen Wertminderungsaufwand von 679 Millionen US-Dollar. Operativ erwartet Metaplanet dennoch 8,9 Milliarden Yen Umsatz und 6,3 Milliarden Yen Betriebsgewinn für FY2025 — ein Zeichen, dass das Kerngeschäft trotz der Buchverluste trägt.

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