Metaplanet Aktie: Starker Ausbruch
Metaplanet hat heute in Tokio einen markanten Kurssprung hingelegt. Der Titel legte um rund 15,5 % zu und schloss bei 468 Yen. Auslöser waren die Konkretisierung eines umfangreichen Aktienrückkaufprogramms und der erneute Bitcoin-Anstieg über die Marke von 93.000 US-Dollar.
Die Gesellschaft setzt damit ihre Strategie fort, Bitcoin aggressiv in der Bilanz aufzubauen und gleichzeitig den Aktionärswert gezielt zu stützen. Kann dieses Modell in Verbindung mit der japanischen Regulierungsoffensive weiter tragen?
Aktienrückkauf und Bewertungsfokus
Das Management bestätigte heute Pläne zum Rückkauf von bis zu 150 Millionen Aktien mit einem angestrebten Volumen von rund 75 Milliarden Yen. Zu Handelsbeginn waren in dieser Tranche zwar noch keine Rückkäufe erfolgt, die Klarheit über Umfang und Zielsetzung wirkte jedoch als starker Impuls für den Kurs.
CEO Simon Gerovich betonte die Bedeutung des Kennwerts „Multiple of Net Asset Value“ (mNAV). Dieser liegt Anfang 2026 bei 1,11x und damit über 1,0. Das Rückkaufprogramm soll helfen, diese Bewertungsprämie zu verteidigen und den Free Float zu verknappen.
Stichpunkte zu den Maßnahmen:
- Geplantes Rückkaufvolumen: 150 Mio. Aktien
- Zielvolumen: ca. 75 Mrd. Yen
- Fokus: Stützung der mNAV-Prämie über 1,0x
Größter Bitcoin-Halter Asiens
Parallel baut Metaplanet seine Bitcoin-Position massiv aus und gilt inzwischen als größter börsennotierter Bitcoin-Halter in Asien. In der Treasury liegen aktuell 35.102 BTC. Darin enthalten ist ein jüngster Zukauf von 4.279 BTC für rund 451 Mio. US-Dollar.
Für das vierte Quartal 2025 meldete das Unternehmen eine Bitcoin-Rendite von 568 %. Grundlage der Strategie ist der Einsatz von vergleichsweise günstig verzinsten Yen-Schulden mit Kupons um 4,9 %, um Bitcoin als „hartes Asset“ zu akkumulieren. Der schwache Yen verstärkt die in lokaler Währung ausgewiesenen Erträge aus der BTC-Aufwertung.
Politischer Rückenwind in Japan
Der Kurssprung fällt in eine Phase regulatorischer Neuorientierung in Japan. Finanzministerin Satsuki Katayama erklärte heute 2026 zum „Digital Year“. Vorgesehen sind unter anderem:
- Einstufung von Kryptowährungen als Finanzprodukte
- Senkung der Steuer auf Kryptogewinne von bislang bis zu 55 % auf einen einheitlichen Satz von 20 %
Diese geplanten Reformen schaffen ein deutlich freundlicheres Umfeld für Krypto-Unternehmen und könnten den Weg für breitere institutionelle Beteiligung im Inland ebnen. Für Metaplanet bedeutet dies strukturelle Unterstützung für das gewählte Geschäftsmodell.
Kursverlauf und Vergleich zu MicroStrategy
Die Rallye um 15 % setzt einen Erholungstrend fort. Seit den Tiefs im November 2025 hat sich die Aktie um etwa 38 % erholt. Zuvor war der Kurs von seinem Hoch bei 1.900 Yen aus um rund 80 % zurückgekommen. Der Titel befindet sich damit trotz des heutigen Anstiegs weiter in einer übergeordneten Aufholphase.
Im Sektorvergleich orientiert sich Metaplanet stark an der US-Gesellschaft MicroStrategy, die heute eine Aufstockung ihrer Bestände auf 673.783 BTC meldete. Analysten verweisen allerdings darauf, dass Metaplanet derzeit einen besonderen Arbitrage-Vorteil nutzt: Die Schwäche des Yen erhöht die in Lokalwährung gemessenen Bitcoin-Erträge gegenüber US-Dollar-basierten Wettbewerbern.
Ausblick: 100.000 BTC im Visier
Für die kommenden Quartale steckt sich Metaplanet ehrgeizige Ziele. Bis Ende 2026 sollen insgesamt 100.000 BTC in der Bilanz stehen. Parallel dazu rückt die Umsetzung des Rückkaufprogramms über 150 Millionen Aktien in den Fokus, das als Kursuntergrenze dienen soll.
Kurzfristig bleibt der Ausblick eng an die Entwicklung des Bitcoin gekoppelt, der heute die Marke von 93.000 US-Dollar zurückerobert hat. Zusätzlich steht ein neues Kreditrahmenvolumen von 130 Mio. US-Dollar zur Verfügung, das Metaplanet im ersten Quartal 2026 für weitere BTC-Käufe nutzen will. Damit sind sowohl die Kapitalbasis als auch die regulatorischen Rahmenbedingungen gesetzt, um die aggressive Akkumulationsstrategie in den nächsten Monaten fortzuführen.
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