MP Materials vollzieht derzeit eine historische Transformation vom reinen Bergbauunternehmen zum integrierten Magnet-Hersteller. Mit der Ankündigung einer 1,25-Milliarden-Dollar-Fabrik in Texas und dem vollständigen Verkaufsstopp nach China positioniert sich der Konzern neu als strategischer Partner des Pentagons. Doch der harte Schnitt in der Vertriebsstruktur hinterlässt kurzfristig deutliche Spuren in der Bilanz.

Milliarden-Projekt in Texas

Herzstück der neuen Strategie ist das Projekt "10X" im texanischen Northlake. MP Materials investiert über 1,25 Milliarden Dollar in diesen neuen Campus, der weniger als zehn Meilen vom bestehenden Standort entfernt liegt. Ziel ist der Aufbau der größten Fertigungsstätte für Seltenerdmagnete in den USA.

Die Anlage soll die massive Abhängigkeit von chinesischen Importen brechen. Nach der Fertigstellung wird eine jährliche Produktionskapazität von rund 10.000 Tonnen angestrebt. Das US-Verteidigungsministerium stützt diesen Kurs massiv: Der Staat hält nicht nur eine Beteiligung von 400 Millionen Dollar, sondern garantiert auch einen Mindestpreis für die Abnahme der Produkte über zehn Jahre. Zudem fließen rund 200 Millionen Dollar an Fördermitteln aus Texas in das Projekt.

Zahlen im Schatten des China-Exits

Die operative Neuausrichtung belastet vorübergehend die Umsatzzahlen. Da MP Materials im Juli 2025 vertragsgemäß alle Verkäufe nach China einstellte, fehlten im vierten Quartal die Erlöse aus dem Seltenerd-Konzentrat-Geschäft. Der Konzernumsatz fiel im Jahresvergleich um 14 Prozent auf 52,7 Millionen Dollar.

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Dennoch gelang eine positive Überraschung beim Ergebnis: Der bereinigte Gewinn pro Aktie lag bei 0,09 Dollar. Ein entscheidendes Detail für Anleger ist die Verbuchung der staatlichen Preissicherungsmechanismen. Die Einnahmen aus der Preisuntergrenze des Verteidigungsministeriums fließen direkt in das bereinigte EBITDA, werden aber nicht als regulärer Umsatz nach GAAP ausgewiesen. Für das Gesamtjahr 2025 stieg der Umsatz trotz der China-Bremse um 10 Prozent auf 224,4 Millionen Dollar.

Blick nach vorn

An der Börse sorgt der Umbau für Volatilität. Während die Aktie seit Jahresbeginn 2026 rund 14 Prozent im Plus liegt, gab sie in den letzten 30 Tagen fast 20 Prozent nach. Investoren wägen derzeit die langfristigen Chancen gegen die hohen Kosten ab: Allein für 2026 sind Investitionsausgaben zwischen 500 und 600 Millionen Dollar geplant, die durch eine Cash-Position von 1,8 Milliarden Dollar gedeckt sind.

Der Fokus richtet sich nun auf die Beschleunigung des Zeitplans. CEO James Litinsky wird am 17. März auf der J.P. Morgan Industrials Conference weitere Details zur Strategie erläutern. Das Management arbeitet daran, die Inbetriebnahme der "10X"-Anlage bereits für 2028 zu realisieren, um MP Materials endgültig als einzigen voll integrierten Seltenerd-Produzenten der westlichen Welt zu etablieren.

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