Metaplanet Aktie: Umbau geplant
Metaplanet stellt die Weichen für einen tiefgreifenden Governance-Umbau. Auf der Hauptversammlung am 25. März sollen Aktionäre über den Wechsel zu einem Drei-Ausschuss-Modell abstimmen. Derweil bleibt ein großer Aktienrückkauf-Rahmen unangetastet – und die Aktie stand zuletzt spürbar unter Druck.
Neue Governance mit drei Ausschüssen
Das Unternehmen will seine Struktur von einem Modell mit Aufsichtsprüfern („Board of Statutory Auditors“) auf eine Governance mit drei gesetzlich verankerten Ausschüssen umstellen: Nominierung, Prüfung und Vergütung. Ziel ist laut Unternehmen eine klarere Trennung von Kontrolle und operativer Führung, stärkere Aufsicht und ein systematischeres Audit-Setup, um Governance und langfristigen Unternehmenswert zu stärken.
Mit dem Wechsel enden die Amtszeiten aller aktuellen Direktoren und Aufsichtsprüfer. Zudem soll der Verwaltungsrat künftig überwiegend aus unabhängigen Mitgliedern bestehen. Präsident und Representative Director Simon Gerovich würde in die Rolle des Director und Representative Executive Officer wechseln.
Parallel plant Metaplanet Anpassungen der Satzung: neue Regelungen für Ausschüsse und Executive Officers, das Streichen von Passagen zu Aufsichtsprüfern sowie begriffliche Anpassungen. Außerdem soll der Board of Directors künftig flexibler über Dividenden aus Gewinnrücklagen entscheiden können. Die Änderungen sollen mit Abschluss der Hauptversammlung wirksam werden.
Zusätzlich liegt ein Vorschlag vor, die Haftung des Abschlussprüfers im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten zu begrenzen und entsprechende Haftungsbegrenzungsvereinbarungen zu ermöglichen.
Rückkaufprogramm: Autorisierung da, aber keine Käufe
Im Februar 2026 hat Metaplanet keine eigenen Aktien zurückgekauft – Ausgaben: 0 Yen. Dabei ist das Mandat groß: Bis Ende Oktober 2026 darf das Unternehmen bis zu 150 Mio. Stammaktien erwerben. Das entspricht 13,13% der ausstehenden Aktien (ohne eigene Aktien). Der Rahmen umfasst zudem ein Budget von rund 75 Mrd. Yen.
Zum 28. Februar 2026 lag die Zahl der ausstehenden Aktien (ohne Treasury Shares) bei 1.166.776.726. Eigene Aktien hielt Metaplanet zu diesem Zeitpunkt 26.614 Stück.
Kursdruck und Zahlen: stark operativ, Verlust in der Rechnung
Am letzten Handelstag (Freitag) fiel die Aktie um 6,32% von 364 auf 341 Yen. Intraday bewegte sie sich zwischen 338 und 353 Yen. Die 52‑Wochen-Spanne reicht von 284 bis 1.930 Yen – laut Unternehmen ein Spiegel der hohen Sensitivität gegenüber Bitcoin-Preisbewegungen im vergangenen Jahr.
Operativ meldete Metaplanet für das Geschäftsjahr 2025 einen kräftigen Sprung: Der Umsatz stieg auf 8,905 Mrd. Yen (+738% zum Vorjahr), das operative Ergebnis auf 6,287 Mrd. Yen (+1.694%). Treiber waren laut Bericht vor allem Bitcoin-bezogene Aktivitäten, insbesondere Prämieneinnahmen aus Optionsgeschäften.
Unter dem Strich stand jedoch ein Nettoverlust – ausgelöst durch einen Bewertungsverlust in Höhe von 665,8 Mio. US-Dollar auf Bitcoin-Bestände, der nach japanischen Mark-to-Market-Regeln als nicht zahlungswirksamer, nicht operativer Posten verbucht wurde. Metaplanet betonte, dies sei eine Folge der Volatilität und ändere weder den Cashbestand noch den operativen Tagesbetrieb direkt. Das Management verwies zudem auf eine Eigenkapitalquote von 90,7% und erklärte, Verbindlichkeiten sowie Vorzugsaktien seien selbst bei einem Bitcoin-Preisrückgang von rund 86% (vom aktuellen Niveau) abgedeckt.
Für das bis zum 31. März 2026 laufende Geschäftsjahr (Guidance im Februar) erwartet Metaplanet 16,0 Mrd. Yen Umsatz und 11,4 Mrd. Yen operativen Gewinn. Außerdem gab das Unternehmen eine quartalsweise Dividenden-Guidance für Class‑B‑Vorzugsaktien für 2026 an.
Zum Bitcoin-Treasury: Ende 2025 hielt Metaplanet 35.102 Bitcoin (Vorjahr: 1.762). Im „555 Million Plan“ nennt das Unternehmen Ziele von 100.000 Bitcoin bis Ende 2026 und 210.000 bis 2027. Als KPI nutzt Metaplanet den „BTC Yield“, der das prozentuale Wachstum von Bitcoin je Aktie abbildet und laut Unternehmen die Kapitalmarktaktivitäten steuert.
Am 25. März treffen damit mehrere Themen zusammen: die Abstimmung über den Governance-Wechsel, die unverändert große – bislang im Februar ungenutzte – Rückkauf-Autorisierung bis Ende Oktober sowie die zuletzt kommunizierte Ergebnisprognose bis zum Geschäftsjahresende am 31. März.
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