iShares MSCI India ETF: Indien unter Druck
Der iShares MSCI India ETF verzeichnete in der Handelswoche bis zum 6. März eine deutliche Korrektur. Ausgelöst durch geopolitische Spannungen im Nahen Osten flüchteten Anleger verstärkt aus Schwellenländer-Assets. Doch stellt der jüngste Rücksetzer lediglich eine kurzfristige Reaktion dar, oder belasten strukturelle Faktoren wie der Ölpreis die Stimmung nachhaltig?
Belastungsfaktor Ölpreis
Am Freitag verbuchten die indischen Leitindizes Nifty 50 und BSE Sensex Abschläge von rund 1,3 Prozent. Der Sensex schloss bei 78.918,90 Punkten und markierte damit einen der schwächsten Wochenabschlüsse seit über einem Jahr. Hauptkatalysator für den Ausverkauf war der Anstieg der Ölpreise: Brent-Rohöl kletterte auf über 87 US-Dollar pro Barrel.
Da Indien den Großteil seines Energiebedarfs importiert, reagiert die Wirtschaft hochsensibel auf steigende Energiekosten. Die Marktteilnehmer sorgen sich nun um eine anziehende Inflation und ein steigendes Handelsbilanzdefizit. Zusätzlich belastete die Schwäche der Landeswährung; die indische Rupie erreichte mit 92,30 gegenüber dem US-Dollar ein zwischenzeitliches Rekordtief, bevor sie sich bei etwa 91,60 leicht stabilisierte.
Banken verlieren an Boden
Innerhalb des ETFs, der die größten Unternehmen des indischen Marktes abbildet, standen insbesondere Finanzwerte unter Verkaufsdruck. Der Index für Privatbanken sank zum Wochenschluss um 2,27 Prozent. Schwergewichte wie die HDFC Bank und die ICICI Bank litten unter Währungsinterventionen der indischen Zentralbank sowie veränderten globalen Zinserwartungen. Eine relative Stabilität zeigte hingegen der IT-Sektor, der in dem volatilen Umfeld als defensives Investment gesucht war und leichte Gewinne verzeichnete.
Index-Rebalancing verpufft
Die schwache Wochenperformance überschattete die jüngsten strukturellen Anpassungen im MSCI-Index, die Ende Februar wirksam wurden. Neu aufgenommen wurden Aditya Birla Capital und L&T Finance, während die Indian Railway Catering and Tourism Corporation (IRCTC) ausschied. Damit erhöhte sich die Anzahl der indischen Titel im Index auf 165.
Obwohl Indiens Gewichtung im MSCI Standard Index stabil bei etwa 14,1 Prozent blieb, konnten die durch die Neuaufnahmen erwarteten Kapitalzuflüsse den makroökonomisch bedingten Trend nicht umkehren. Ausländische institutionelle Anleger agierten zuletzt als Nettoverkäufer und stießen vor dem Wochenende Aktien im Wert von rund 14.478 Crore Rupien ab. Für den iShares MSCI India ETF, der mit einem Volumen von 8,8 Milliarden US-Dollar als wichtiger Gradmesser für internationales Kapital gilt, bleibt die technische Lage angesichts dieser Abflüsse vorerst angespannt.
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