Metaplanet stellt die Weichen für eine tiefgreifende Reform der Unternehmensführung. Noch vor der Hauptversammlung will das Unternehmen Vorstand und Kontrollgremien neu aufstellen – während die Aktie nach einer längeren Schwächephase kräftig zurückfedert. Entscheidend wird, ob die Aktionäre den geplanten Umbau auf der Hauptversammlung Ende des Monats absegnen.

Neue Governance-Struktur ab Ende März?

Metaplanet hat beschlossen, seine Governance-Struktur umzubauen: Weg vom Modell mit „Board of Statutory Auditors“, hin zu einer Struktur mit drei gesetzlich verankerten Ausschüssen (Nominierung, Audit, Vergütung). Über die Umstellung sollen die Aktionäre auf der Hauptversammlung am 25. März abstimmen.

Zur Abstimmung stehen dabei mehrere Punkte: die Umstellung auf das Drei-Ausschuss-Modell, die Wahl von 10 Direktoren sowie Satzungsänderungen. Mit dem Schritt würden die Amtszeiten aller aktuellen Direktoren und Statutory Auditors enden. Geplant ist zudem ein überwiegend unabhängiges Board. Präsident und Representative Director Simon Gerovich soll in die Rolle des Director und Representative Executive Officer wechseln.

Das Ziel laut Unternehmen: eine klarere Trennung zwischen Aufsicht und operativer Führung, stärkere Kontrolle und ein systematischeres Audit-Framework. Dazu will Metaplanet die Satzung teilweise anpassen, neue Regeln für Ausschüsse und Executive Officers verankern und Passagen zu Statutory Auditors streichen.

Ein weiterer Baustein: Der Verwaltungsrat hat einen Vorschlag gebilligt, der dem Board erlauben würde, den Abschlussprüfer im Rahmen der gesetzlichen Grenzen von bestimmten Haftungsrisiken zu entlasten und entsprechende Haftungsbegrenzungsvereinbarungen zu schließen. Voraussetzung wäre, dass der Prüfer in gutem Glauben gehandelt hat und keine grobe Fahrlässigkeit vorliegt.

Aktie springt an – Volumen zieht mit

Am letzten Handelstag (Gestern) stieg die Aktie um 15,19% von 316 auf 364 Yen. Intraday schwankte der Kurs um 7,74% zwischen 349 und 376 Yen.

In 6 der vergangenen 10 Handelstage gab der Titel zwar nach, auf Sicht von zwei Wochen liegt er aber 11,66% im Plus. Auffällig: Mit dem Kursanstieg legte auch das Handelsvolumen zu. Insgesamt wechselten 49 Millionen Aktien den Besitzer – rund 26 Millionen mehr als am Vortag. Das entspricht einem Handelswert von etwa 17,77 Milliarden Yen.

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Trotz der Erholung bleibt der Abstand zum Jahreshoch groß: Das 52‑Wochen-Hoch liegt bei 1.930 Yen, das 52‑Wochen-Tief bei 284 Yen.

Bitcoin-Bestand wächst – Ergebnis bleibt volatil

Metaplanet meldete für Februar (auf Basis des Geschäftsjahres 2025) Umsätze von 8.905 Millionen Yen und einen Nettoverlust von 95.046 Millionen Yen. Gleichzeitig gab das Unternehmen eine neue Prognose für das am 31. März 2026 endende Geschäftsjahr aus: erwarteter Umsatz 16.000 Millionen Yen, erwarteter operativer Gewinn 11.400 Millionen Yen.

Operativ zeigt sich laut Zahlen ein sehr starkes Wachstum: Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 738% auf 8,9 Milliarden Yen, der operative Gewinn kletterte um über 1.600% auf 6,29 Milliarden Yen. Treiber war dabei nahezu vollständig das Einkommen aus der Optionshandelsstrategie.

Der hohe Nettoverlust hängt dagegen laut Bericht vor allem an der Bitcoin-Bilanzierung. Metaplanet verbuchte eine Wertminderung von rund 102,2 Milliarden Yen auf seine Bitcoin-Bestände. Hintergrund: Bitcoin fiel laut Text von einem Hoch nahe 125.000 US-Dollar auf unter 90.000 US-Dollar bis Ende 2025. Nach den dargestellten Rechnungslegungsregeln wirken Marktwertschwankungen digitaler Vermögenswerte direkt auf die Gewinn- und Verlustrechnung – unabhängig davon, ob tatsächlich Coins verkauft wurden.

Beim Bestand nennt Metaplanet 35.102 BTC (Stand: Ende 2025; im Text auch „Februar 2026“), bewertet mit rund 2,30 Milliarden US-Dollar. Im Jahresvergleich entspricht das einem Sprung von 1.762 BTC auf 35.102 BTC. Unter dem „555 Million Plan“ will das Unternehmen den Bestand bis Ende 2026 auf 100.000 BTC und bis 2027 auf 210.000 BTC ausbauen. Zur Finanzierung setzt Metaplanet laut Text neben Optionen inzwischen auch auf unbefristete Vorzugsaktien („MERCURY“ und „MARS“). Allein „MERCURY“ brachte demnach 21,2 Milliarden Yen ein.

Für Februar meldete Metaplanet zudem keine Aktienrückkäufe – trotz eines großen Rückkaufmandats – und keine Ausübung von Refinanzierungs-Aktienerwerbsrechten.

Gerovich verwies am 28. Februar außerdem auf zunehmende Bitcoin-Treasury-Aktivitäten in Japan und nannte Daido Limited als Beispiel: Das Unternehmen kündigte an, bis zu 1 Milliarde Yen für Bitcoin-Käufe zu verwenden. Zusätzlich erwähnt der Text geplante Vorzugsdividenden für Class‑B‑Aktien im Jahr 2026, während Stammaktionäre durch jüngste Aktien- und Warrant-Emissionen Verwässerung tragen.

Am 25. März fällt die Entscheidung: Dann stimmen die Aktionäre über die Umstellung auf das Drei-Ausschuss-Modell, die Neubesetzung des Boards und die Satzungsänderungen inklusive der geplanten Haftungsbegrenzungsregeln für den Abschlussprüfer ab.

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