Nach einer kräftigen Rally im Januar gerät die Metaplanet-Aktie wieder unter Druck. Der Kurs liegt bei 510 Yen und damit mehr als 15 % unter dem Zwischenhoch von 605 Yen vom 14. Januar. Im Fokus steht vor allem die Frage, inwieweit der Rückgang die Pläne für weitere Bitcoin-Käufe über Kapitalmaßnahmen verzögert.

Kursrückgang bremst Kapitalbeschaffung

Der aktuelle Rücksetzer hat einen Großteil der jüngsten Gewinne aufgezehrt. Zuvor war der Kurs seit den Tiefständen im Dezember um rund 90 % nach oben gelaufen.

Wichtig für die Finanzierung weiterer Bitcoin-Käufe sind bestimmte Kursmarken, an die Optionsrechte gekoppelt sind:

  • Aktueller Kurs: 510 Yen (minus 0,97 %)
  • 52-Wochen-Spanne: 291 bis 1.930 Yen
  • Abstand zur ersten Trigger-Marke: rund 25 % unter 637 Yen
  • Börsenwert: rund 595 Mrd. Yen

Unterhalb von 637 Yen bleibt die 23. Serie sogenannter „moving strike warrants“ des EVO Fund gesperrt. Darüber könnte Metaplanet bis zu 105 Mio. neue Aktien ausgeben, um zusätzliche Bitcoin zu erwerben. Eine zweite Tranche über weitere 105 Mio. Aktien ist an einen noch höheren Ausübungspreis von 777 Yen gebunden und liegt damit derzeit klar außerhalb der Reichweite.

Bewertungsprämie als Wettbewerbsvorteil

Trotz des Kursrückgangs weist Metaplanet im Vergleich zu anderen börsennotierten Bitcoin-Haltern eine Besonderheit auf. Die Aktie wird mit einem Multiple-to-Net-Asset-Value (mNAV) von 1,37 gehandelt. Das bedeutet, der Markt bewertet das Eigenkapital deutlich über dem reinen Wert der zugrunde liegenden Bitcoin-Bestände.

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Bei Wettbewerbern zeigt sich ein anderes Bild: Strategy (ehemals MicroStrategy) liegt bei einem mNAV von 0,93 und wird damit unter dem Wert seiner Bitcoin-Positionen gehandelt. Semler Scientific kommt sogar nur auf ein mNAV von 0,88. Bei solchen Abschlägen würde eine Aktienausgabe bestehende Aktionäre stärker verwässern, während Metaplanet dank der Bewertungsprämie strukturell mehr Spielraum hat.

Große Bitcoin-Position bleibt Kernstory

Die Bilanz von Metaplanet ist stark von Bitcoin geprägt. Das Unternehmen hält 35.102 BTC und ist damit der größte Unternehmenshalter in Asien und weltweit die Nummer vier unter den börsennotierten Gesellschaften.

Ende Dezember kam es zum jüngsten größeren Zukauf: 4.279 BTC im Gegenwert von rund 451 Mio. US-Dollar erhöhten den Bestand auf einen Marktwert von über 3 Mrd. US-Dollar. Die weitere Kursentwicklung der Aktie bleibt damit eng mit dem Bitcoin-Preis verknüpft.

Institutionelles Interesse zieht an

Auch auf der institutionellen Seite gibt es Bewegung. Der Vanguard Total International Stock Index Fund hat seine Position zwischen November und Dezember 2025 um 11 % erhöht – von 14,12 Mio. auf 15,64 Mio. Aktien. Die Aufstockung resultiert aus der Indexabbildung, signalisiert aber, dass Metaplanet in globalen Benchmarks an Gewicht gewinnt.

Zusätzlich hat der norwegische Staatsfonds seine Unterstützung für die Bitcoin-Strategie des Unternehmens im Vorfeld von Aktionärsabstimmungen offengelegt. Das unterstreicht, dass die Ausrichtung auf Bitcoin auch bei großen, langfristig orientierten Investoren Anklang findet.

Ausblick auf Zahlen und Performance

Am 10. Februar legt Metaplanet den nächsten Quartalsbericht vor. Für 2025 meldete das Unternehmen bereits eine Bitcoin-Rendite von 568 % und Erträge aus ertragsgenerierenden Aktivitäten von geschätzt 8,58 Mrd. Yen, womit frühere Prognosen übertroffen wurden.

Trotz des aktuellen Rückgangs liegt die Aktie seit Jahresbeginn rund 28,6 % im Plus. Auf Sicht von sechs Monaten ergibt sich jedoch weiterhin ein Minus von gut 60,9 % gegenüber den Höchstständen im Sommer 2025 nahe 1.930 Yen. Die anstehenden Zahlen Anfang Februar werden damit ein wichtiger Gradmesser, ob sich der jüngste Rücksetzer eher als Konsolidierung in einem volatilen Umfeld oder als Fortsetzung der längerfristigen Schwächephase einordnet.

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