SoftBank Aktie: Planlos unterwegs?
Der japanische Technologiekonzern SoftBank spürt den Gegenwind seiner massiven KI-Investitionen. Nachdem ein zentrales Rechenzentrumsprojekt mit OpenAI und Oracle in Texas platzte, gab der Aktienkurs gestern zweistellig nach. Kann das Unternehmen die enormen Kosten seiner Infrastruktur-Pläne stemmen?
Geplatztes Rechenzentrum sorgt für Verkaufsdruck
Gestern fielen die Papiere um bis zu 12,5 Prozent und markierten damit den tiefsten Stand seit August 2025. Auslöser war ein Rückschlag bei der KI-Initiative „Stargate“. Oracle und OpenAI verwarfen Pläne für die Erweiterung eines Vorzeige-Rechenzentrums in Texas, nachdem Verhandlungen über die Finanzierung und veränderte Nachfragebedingungen scheiterten. Diese Absage lenkte die Aufmerksamkeit der Investoren abrupt auf die aggressive Investitionsstrategie von SoftBank.
Finanzierungskosten steigen spürbar
SoftBank plant, insgesamt 30 Milliarden US-Dollar in OpenAI zu investieren, wovon 19 Milliarden speziell für das Stargate-Projekt vorgesehen sind. Um diese Summen aufzubringen, verkaufte der Konzern bereits seine komplette Beteiligung an Nvidia für 5,83 Milliarden US-Dollar und trennte sich für 9,2 Milliarden US-Dollar von T-Mobile-Aktien. Zusätzlich strebt das Management einen Kredit von bis zu 40 Milliarden US-Dollar an.
Der enorme Kapitalbedarf alarmiert die Kreditmärkte. Die Kosten zur Absicherung von SoftBank-Anleihen gegen Zahlungsausfälle (Credit Default Swaps) sprangen gestern auf rund 380 Basispunkte. Zudem senkte S&P Global Ratings den Ausblick für das Unternehmen auf negativ und verwies auf Risiken bei der Liquidität.
Lichtblicke im Kerngeschäft
Trotz der Bedenken rund um die Bilanz liefert das operative Geschäft positive Signale. Die heimische Telekommunikationstochter verzeichnete in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres Rekordumsätze und hob ihre Jahresprognose an. Einige Marktbeobachter sehen in dem gesunkenen Kursniveau zudem eine Einstiegschance. So nahmen die Analysten von Cantor Fitzgerald die Aktie gestern mit einer „Overweight“-Bewertung in ihre Berichterstattung auf.
SoftBank treibt den Ausbau seiner KI-Infrastruktur trotz der aktuellen Widerstände weiter voran und plant die Übernahme von DigitalBridge für vier Milliarden US-Dollar. Die gestiegenen Finanzierungskosten erfordern nun rasche operative Erfolge aus diesen Milliardeninvestitionen. Konkrete Zahlen zur finanziellen Entwicklung und zur Bilanzqualität präsentiert das Management bei der nächsten Quartalsvorlage am 7. Mai 2026.
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