Japans führendes Bitcoin-Unternehmen steht vor einem Wendepunkt. Am 25. März entscheiden die Aktionäre über einen tiefgreifenden Governance-Umbau – während die Bilanz für 2025 operative Rekorde und einen Milliardenverlust auf dem Papier zeigt. Gleichzeitig hält das Management am Plan fest, bis Jahresende 100.000 BTC zu halten.

Governance-Struktur wird komplett neu aufgestellt

Metaplanet plant den Wechsel von einem Board mit Wirtschaftsprüfern zu einem Drei-Komitee-System mit Nominierungs-, Prüfungs- und Vergütungsausschuss. Die Umstellung erfordert die Zustimmung der Hauptversammlung am 25. März 2026.

Auf der Tagesordnung der 27. ordentlichen Hauptversammlung stehen die Wahl von zehn Direktoren und Änderungen der Satzung. Alle bisherigen Mandate enden. Der Aufsichtsrat soll künftig überwiegend aus unabhängigen Mitgliedern bestehen. Präsident und Geschäftsführer Simon Gerovich wechselt in die Rolle des Direktors und Representative Executive Officer.

Die neue Struktur soll Transparenz und Rechenschaftspflicht gegenüber den Aktionären erhöhen. Parallel dazu plant das Unternehmen, die Haftung des Wirtschaftsprüfers im Rahmen gesetzlicher Grenzen zu begrenzen und entsprechende Vereinbarungen abzuschließen.

Geschäftsjahr 2025: Operativer Sprung, buchhalterische Last

Die am 16. Februar veröffentlichten Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 zeigen eine Zweiteilung. Der Umsatz schoss um 738 Prozent auf 8,905 Milliarden Yen nach oben, der operative Gewinn kletterte um 1.694 Prozent auf 6,287 Milliarden Yen.

Treiber war vor allem der Geschäftsbereich „Bitcoin Income Generation", insbesondere Prämien aus dem Verkauf von Cash-Secured Puts auf Bitcoin. Die operativen Fortschritte werden jedoch von einer nicht liquiditätswirksamen Belastung überlagert: Metaplanet verbuchte einen unrealisierten Verlust von 102,2 Milliarden Yen (rund 680 Millionen Dollar) auf die Bitcoin-Bestände.

Hintergrund ist die Mark-to-Market-Bewertung der Treasury-Position, die im Jahresverlauf von 1.762 BTC auf 35.102 BTC anwuchs – ein Anstieg um das 20-Fache. Unter dem Strich steht ein konsolidierter Nettoverlust von 95 Milliarden Yen (619 Millionen Dollar). Die Eigenkapitalquote bleibt mit 90,7 Prozent hoch, der Cashflow laut Management unberührt.

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Prognose 2026: Weiteres Wachstum geplant

Für das laufende Geschäftsjahr 2026 rechnet Metaplanet mit einem Umsatz von 16 Milliarden Yen (104 Millionen Dollar), was einem Plus von knapp 80 Prozent entspricht. Der operative Gewinn soll auf 11,4 Milliarden Yen (74 Millionen Dollar) steigen, ebenfalls ein Anstieg um rund 81 Prozent. Davon entfallen 15,6 Milliarden Yen auf das Bitcoin-Geschäft.

Eine Prognose für Jahresüberschuss oder ordentliches Ergebnis gab das Unternehmen nicht ab – die Volatilität des Bitcoin-Kurses mache eine verlässliche Vorhersage unmöglich. Für Class-B-Vorzugsaktien sind vierteljährliche Dividenden von je 12,25 Yen bis Ende 2026 vorgesehen.

Bitcoin-Bestand: Viertgrößter Unternehmenshalter weltweit

Mit 35.102 BTC zum Jahresende 2025 ist Metaplanet der größte institutionelle Bitcoin-Halter Japans und weltweit der viertgrößte börsennotierte Unternehmensinhaber. Die Bestände stiegen binnen Jahresfrist um 1.892 Prozent.

Der „555 Million Plan" sieht vor, bis Ende 2026 auf 100.000 BTC und bis Ende 2027 auf 210.000 BTC zu kommen – was einem Prozent aller im Umlauf befindlichen Bitcoin entspricht. Als zentrale Kennzahl nutzt das Management die „BTC Yield", die das prozentuale Wachstum der Bitcoin pro voll verwässerter Aktie misst. Für 2025 lag dieser Wert bei 568 Prozent.

Im Februar tätigte Metaplanet trotz bestehendem Rückkaufmandat keine Aktienrückkäufe und machte auch keine Refinanzierungsrechte geltend.

Aktienkurs unter Druck

Die Metaplanet-Aktie schloss am letzten Handelstag der Woche bis zum 6. März 2026 bei 341 Yen, ein Minus von 6,32 Prozent gegenüber dem Vortag (364 Yen). Die Handelsspanne lag zwischen 338 und 353 Yen.

Das 52-Wochen-Hoch markierte die Aktie bei 1.930 Yen, das Tief bei 284 Yen. Seit dem Höchststand im vergangenen Jahr hat der Titel rund zwei Drittel seines Wertes verloren – nahezu parallel zum Bitcoin-Kurs, von dem die Bilanz des Unternehmens nahezu vollständig abhängt.

Die kommenden Wochen sind entscheidend

Die Hauptversammlung am 25. März wird zeigen, ob die Aktionäre den Governance-Umbau mittragen. Die neue Komitee-Struktur soll Metaplanet näher an internationale Standards bringen und die unabhängige Aufsicht stärken.

Für die Kursentwicklung bleiben der Bitcoin-Preis, die Umsetzung weiterer Kapitalerhöhungen und das Vertrauen der Anleger in die Gewinnziele ausschlaggebend. Die Lücke zwischen den aktuellen 35.102 BTC und dem Ziel von 100.000 BTC bis Jahresende ist erheblich. Auf einer außerordentlichen Hauptversammlung am 22. Dezember 2025 hatten die Aktionäre bereits grünes Licht für eine umfassende Kapitalrestrukturierung gegeben, die neue Finanzierungsinstrumente eröffnet.

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