Metaplanet zementiert zum Jahresauftakt 2026 seinen Status als Bitcoin-Großinvestor, zahlt dafür jedoch vorerst einen hohen Preis. Das Unternehmen bestätigte am heutigen Donnerstag den Zukauf von über 4.000 Bitcoin im vierten Quartal, muss gleichzeitig aber unrealisierte Verluste in Höhe von rund 520 Millionen Dollar ausweisen. Die Diskrepanz zwischen aggressiver Expansion und aktuellem Marktwert setzt die Bewertung unter Zugzwang.

Das in Tokio gelistete Unternehmen investierte im Schlussquartal 2025 rund 451 Millionen Dollar für den Erwerb von 4.279 Bitcoin. Damit wächst der Gesamtbestand auf 35.102 BTC an. Die Gesamtsumme der Investitionen beläuft sich mittlerweile auf 3,78 Milliarden Dollar. Problematisch für die kurzfristige Bilanz ist der durchschnittliche Einstandskurs: Dieser liegt mit 107.606 Dollar pro Bitcoin deutlich über dem aktuellen Marktniveau.

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Realitätstest für die Strategie

Da der Bitcoin aktuell lediglich im Bereich von 87.000 bis 88.000 Dollar notiert, liegen die Bestände tief unter Wasser. Der daraus resultierende Buchverlust von 520 Millionen Dollar belastet die Bilanz, fällt aber geringer aus als pessimistische Schätzungen von über 700 Millionen Dollar befürchten ließen. Die Aktie selbst schloss das Jahr 2025 bei 405 JPY, was einem Jahresplus von 13 Prozent entspricht, aber weit unter den Höchstständen liegt.

Metaplanet differenziert sich durch seine aktive Bewirtschaftung der Bestände von passiven Investmentvehikeln. Die Sparte "Bitcoin Income Generation" nutzte die Volatilität am Kryptomarkt, um durch Optionsstrategien Einnahmen von rund 8,58 Milliarden JPY (58 Millionen Dollar) zu generieren. Dieser Cashflow ist entscheidend für den Schuldendienst, da das Unternehmen seine Käufe weiterhin durch einen Mix aus Krediten und Kapitalerhöhungen finanziert. Das langfristige Ziel bleibt unverändert: Bis 2027 sollen fast ein Prozent aller verfügbaren Bitcoin – rund 210.000 Stück – gehalten werden.

Charttechnik und Ausblick

Mit der Wiederaufnahme des Handels in der kommenden Woche rücken konkrete Marken in den Fokus. Damit das Bitcoin-Portfolio die Gewinnschwelle erreicht und die massiven Buchverluste neutralisiert werden, muss der Kryptokurs die Marke von 107.600 Dollar zurückerobern.

Für die Aktie definieren Analysten die Zone um 388 JPY als essenzielle Unterstützung, deren Bruch weiteren Verkaufsdruck auslösen könnte. Auf der Oberseite wäre ein Ausbruch über 478 JPY das notwendige Signal für eine nachhaltige Erholung mit einem ersten mittelfristigen Kursziel von 534 JPY.

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