Der Start ins neue Börsenjahr verläuft für Metaplanet holprig. Der Kurs fiel in der letzten Sitzung um knapp 8 % auf 405 Yen, belastet von rückläufigen Bitcoin-Notierungen und hohen Buchverlusten in der Bilanz. Gleichzeitig rückt eine mögliche MSCI-Index-Änderung näher, die zusätzliche Verkäufe auslösen könnte.

  • Bitcoin liegt deutlich unter Metaplanets Einstandspreis
  • Rund 520 Mio. US-Dollar Buchverlust auf den BTC-Bestand
  • mNAV nahe Parität zum Bitcoin-Wert
  • 14 % Kursrückgang in fünf Tagen
  • MSCI-Entscheidung Mitte Januar im Fokus

Hohe Buchverluste auf Bitcoin-Bestand

Metaplanet agiert als Bitcoin-Treasury-Unternehmen und hat seine Bestände zuletzt deutlich ausgebaut. Insgesamt hält die Gesellschaft inzwischen 35.102 BTC zu einem durchschnittlichen Einstandspreis von rund 107.606 US-Dollar je Coin.

Bei einem aktuellen Bitcoin-Kurs von etwa 87.400 US-Dollar summieren sich die nicht realisierten Verluste auf geschätzt 520,34 Mio. US-Dollar.

In Q4 2025 erhöhte Metaplanet seine Position nochmals deutlich:
- Zukauf von 4.279 BTC
- Durchschnittspreis: 105.412 US-Dollar je BTC
- Investitionsvolumen: rund 451 Mio. US-Dollar

Finanziert wurde dieser Ausbau teilweise über die Ausgabe von 23,6 Mio. MERCURY Class B Vorzugsaktien.

Zentrale Kennzahlen der Treasury-Position:
- Gesamtbestand: 35.102 BTC
- Gesamter Einstandswert: ca. 3,78 Mrd. US-Dollar
- Durchschnittlicher Kaufpreis: 107.606 US-Dollar je BTC
- Aktueller Buchverlust: rund 520 Mio. US-Dollar

mNAV rutscht Richtung Parität

Für Bitcoin-Treasury-Gesellschaften ist die modifizierte Nettovermögensposition (mNAV) ein wichtiger Indikator. Bei Metaplanet ist dieser Wert in wenigen Tagen von 1,17 auf 1,03 gefallen.

Damit notiert die Aktie nur noch knapp über dem rechnerischen Wert der zugrunde liegenden Bitcoin-Bestände. Die zuvor eingepreiste Prämie für das operative Geschäft und die Wachstumsstrategie ist weitgehend verschwunden.

Institutionelle Investoren reagieren zunehmend zurückhaltend, da die starke Hebelung auf Bitcoin in der aktuellen Phase eher als Risiko wahrgenommen wird.

Fünf-Tage-Verkaufserie und technische Marken

Der jüngste Rückgang ist Teil einer ausgeprägten Schwächephase. Innerhalb von fünf Handelstagen verlor die Aktie rund 14 % und machte damit die Zuwächse aus der ersten Dezemberhälfte praktisch vollständig zunichte.

Die Marke von 405 Yen gilt dabei als wichtige technische Zone. Auf der Unterseite rücken nun konkrete Unterstützungen in den Blick:

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  • Nächste Unterstützung: 388 Yen
  • Weitere Unterstützung: 335 Yen
  • Widerstand: 478 Yen

Ein Bruch der 388-Yen-Linie könnte den Verkaufsdruck verstärken. Auf der anderen Seite hängt eine nachhaltige Erholung stark davon ab, ob Bitcoin die Marke von 88.000 US-Dollar zurückerobern kann.

Möglicher MSCI-Rauswurf

Zusätzliche Unsicherheit bringt eine anstehende Entscheidung von MSCI. Der Indexanbieter prüft derzeit, Unternehmen mit mehr als 50 % ihrer Vermögenswerte in digitalen Währungen aus den Global Investable Market Indexes zu streichen.

Metaplanet gehört zu 39 namentlich genannten Gesellschaften, die von dieser Regelung betroffen sein könnten. Eine Umsetzung wäre für den 1. Februar geplant, falls MSCI die Änderung bestätigt.

In diesem Fall drohen Zwangsverkäufe durch passive Fonds, die an MSCI-Indizes gekoppelt sind. Auf der Wettplattform Polymarket wird die Wahrscheinlichkeit, dass Strategy (ehemals MicroStrategy) aus dem Index fällt, derzeit mit 77 % gehandelt – mit vergleichbaren Implikationen für Metaplanet.

Operatives Bitcoin-Geschäft stabilisiert Erträge

Trotz des Drucks auf der Bilanzseite zeigt das operative Bitcoin-Geschäft Stärke. Für Q4 2025 erwartet Metaplanet einen Umsatz von 4,242 Mrd. Yen (umgerechnet rund 27 Mio. US-Dollar) aus dem Segment „Bitcoin Income Generation“.

Dieses Geschäft nutzt Optionsstrategien auf einem separaten Bitcoin-Pool. Die Treasury-Reserven bleiben davon unberührt.

Für das Gesamtjahr 2025 wird ein Beitrag von rund 54 Mio. US-Dollar aus diesem Bereich prognostiziert – mehr als ursprünglich veranschlagt. Das Modell schafft laufende Einnahmen aus den digitalen Vermögenswerten, ohne die zugrunde liegenden Bitcoins verkaufen zu müssen.

Ambitioniertes 100.000-BTC-Ziel

Am grundsätzlichen Kurs hält das Management fest. Das Ziel, bis Ende 2026 insgesamt 100.000 BTC zu halten, bleibt unverändert und liegt damit bei fast dem Dreifachen des aktuellen Bestands.

Auf der Hauptversammlung Ende 2025 stimmten die Aktionäre sämtlichen fünf Managementanträgen zu und gaben damit Rückendeckung für die fortgesetzte Akkumulationsstrategie.

Konkretere Einblicke in die Wirkung des aggressiven Treasury-Ausbaus liefert der nächste Quartalsbericht am 17. Februar 2026, wenn die erweiterten Bitcoin-Bestände erstmals vollumfänglich in den Abschlüssen sichtbar werden.

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