Zum Start des Jahres 2026 geht das japanische Unternehmen ins volle Risiko. Mit einem massiven Bitcoin-Kauf steigt Metaplanet zum größten korporativen Halter Asiens auf – doch der Zeitpunkt könnte brisant sein. Während Buchverluste die Bilanz belasten, droht in wenigen Tagen eine Entscheidung des Indexanbieters MSCI, die den Kurs massiv unter Druck setzen könnte.

Bitcoin-Bestände drastisch erhöht

Metaplanet meldete am Donnerstag den Erwerb von 4.279 Bitcoin für rund 450 Millionen Dollar. Damit belaufen sich die Gesamtkosten der Bestände auf über 3,5 Milliarden Dollar. Der Haken an der aggressiven Strategie: Der durchschnittliche Kaufpreis über alle Bestände hinweg liegt bei etwa 102.000 Dollar pro Bitcoin. Da der Kurs der Kryptowährung zu Jahresbeginn nur bei rund 90.000 Dollar notiert, sitzt das Unternehmen aktuell auf nicht realisierten Verlusten von fast 500 Millionen Dollar.

Angst vor dem Index-Rauswurf

Viel schwerer als die aktuellen Buchverluste wiegt jedoch der 15. Januar. An diesem Tag entscheidet der Indexanbieter MSCI, ob Unternehmen mit mehr als 50 Prozent Krypto-Vermögensanteil aus den globalen Indizes gestrichen werden. Metaplanet steht auf einer Liste von 39 gefährdeten Firmen.

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Die Auswirkungen einer solchen Entscheidung wären weitreichend. Sollte der Ausschluss greifen, müssten passive Fonds, die MSCI-Indizes abbilden, ihre Positionen zwangsweise verkaufen. Analysten von JPMorgan schätzten bereits im November, dass allein im Fall des ebenfalls betroffenen Unternehmens Strategy (ehemals MicroStrategy) Milliarden abfließen könnten. Branchenvertreter wie George Mekhail von der Koalition "Bitcoin for Corporations" führen die MSCI-Überlegungen auf mangelndes Verständnis für die operativen Geschäftsmodelle der betroffenen Firmen zurück.

Charttechnik und Bewertung

Die Unsicherheit hinterlässt deutliche Spuren im Kurs. Die Aktie notiert rund 75 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von Mitte 2025. Bemerkenswert ist dabei die aktuelle Bewertung: Mit einer Marktkapitalisierung von rund 3 Milliarden Dollar handelt das Papier mit einem leichten Abschlag zum reinen Wert der gehaltenen Bitcoins (Net Asset Value).

Charttechnisch befindet sich der Titel in einer kritischen Zone. Die Unterstützung bei 388 Yen muss halten, sonst droht ein weiterer Abverkauf in Richtung 335 Yen. Ein Ausbruch über den Widerstand bei 478 Yen könnte hingegen Luft für eine Erholung schaffen.

Fazit: Der 15. Januar entscheidet

Für Anleger ist der kommende MSCI-Termin am 15. Januar der wichtigste Katalysator. Eine Vertagung oder Rücknahme der Ausschlusspläne würde das Damoklesschwert entfernen und könnte angesichts des Discounts zum NAV eine Neubewertung auslösen. Bleibt der Indexanbieter jedoch hart, droht technischer Verkaufsdruck durch ETF-Abflüsse, unabhängig von der fundamentalen Entwicklung des Bitcoin-Kurses. Metaplanet selbst zeigt sich davon unbeeindruckt und demonstriert mit dem jüngsten Milliarden-Kauf seine langfristige Überzeugung.

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