Metaplanet: 137 Millionen Dollar Kapitalerhöhung
Der japanische Bitcoin-Treasury-Konzern Metaplanet greift tief in die Kasse: Mit einer Kapitalerhöhung von bis zu 21 Milliarden Yen (137 Millionen Dollar) will das Unternehmen seine Krypto-Bestände massiv ausbauen und gleichzeitig Schulden abbauen. Die Emission erfolgt durch eine Direktplatzierung von Aktien und Optionsscheinen bei ausgewählten ausländischen Investoren.
Die Details der Emission
Am 29. Januar 2026 gab das Tokioter Unternehmen bekannt, 24,53 Millionen neue Stammaktien zu einem Preis von 499 Yen pro Aktie auszugeben. Der Platzierungspreis liegt rund 5% über dem vorherigen Schlusskurs und generiert etwa 12,24 Milliarden Yen an direkten Erlösen.
Die wichtigsten Eckdaten:
- Neue Aktien: 24,53 Millionen zu je 499 Yen
- Optionsscheine: 15,94 Millionen potenzielle Zusatzaktien
- Ausübungspreis: 547 Yen (fester Strike)
- Laufzeit: Ein Jahr ab 16. Februar 2026
- Potenzielle Gesamterlöse: Bis zu 21 Milliarden Yen
Jede neue Aktie ist mit 0,65 Bezugsrechten ausgestattet. Bei vollständiger Ausübung würden die Warrants weitere 8,9 Milliarden Yen in die Kasse spülen. Metaplanet entschied sich bewusst für Optionsscheine mit festem Strike statt variabler Ausübungspreise – eine Struktur, die bestehende Aktionäre vor unkontrollierter Verwässerung schützen soll.
Wofür das Geld verwendet wird
Das Management hat klare Prioritäten gesetzt:
- 5,2 Milliarden Yen für Schuldenabbau
- 14 Milliarden Yen (91,2 Millionen Dollar) für Bitcoin-Käufe
- 1,5 Milliarden Yen (9,8 Millionen Dollar) für Optionsstrategien und Lending-Geschäfte
Laut Unternehmensangaben beläuft sich die ausstehende Verschuldung aktuell auf rund 280 Millionen Dollar. Der Vorstand genehmigte die Transaktion am 29. Januar, die Zuteilung und Zahlung erfolgt am 13. Februar 2026.
Marktreaktion und Bitcoin-Bestände
Die Aktie schloss am 29. Januar an der Tokioter Börse bei 456 Yen – ein Minus von etwa 4%. Anleger reagierten mit Verwässerungssorgen, trotz des Aufschlags bei der Neuemission.
Metaplanet hält derzeit 35.102 BTC und rangiert damit auf Platz vier der größten Bitcoin-Besitzer unter börsennotierten Unternehmen weltweit. Das strategische Vorbild ist der US-Konzern Strategy (ehemals MicroStrategy), der mit über 700.000 BTC die größte Unternehmensposition hält.
Anfang der Woche hatte Metaplanet eine Abschreibung von 104,6 Milliarden Yen (680 Millionen Dollar) auf seine Bitcoin-Bestände verbucht – Folge der Marktvolatilität 2025. Das Unternehmen betonte, der nicht-zahlungswirksame Buchverlust beeinflusse weder operative Geschäfte noch Cashflows. Gleichzeitig hob man die Umsatzprognose für 2025 auf 8,9 Milliarden Yen (57,8 Millionen Dollar) an.
Langfristiges Ziel: 1% des Bitcoin-Angebots
Metaplanet verfolgt ein ambitioniertes Ziel: Bis 2027 will das Unternehmen bis zu 210.000 BTC akkumulieren – etwa 1% des gesamten Bitcoin-Angebots. Die Käufe sollen schrittweise über die Tochtergesellschaft Metaplanet Lightning Capital erfolgen.
Die nächsten Quartalszahlen werden am 10. Februar 2026 veröffentlicht. Dann dürfte sich zeigen, wie sich die aggressive Bitcoin-Strategie in volatilen Märkten bewährt.
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