Das japanische Bitcoin-Treasury-Unternehmen Metaplanet meldet eine massive Wertberichtigung von 104,6 Milliarden Yen (680 Millionen Dollar) auf seine Kryptobestände. Der Aktienkurs geriet unter Druck, da für das Geschäftsjahr 2025 nun tiefrote Zahlen erwartet werden. Doch während die Bilanz leidet, schraubt das Management die Umsatzprognose nach oben – was steckt hinter diesen widersprüchlichen Signalen?

Buchungsverlust drückt Ergebnis

Die enorme Wertberichtigung ist die direkte Folge des Bitcoin-Preisverfalls im vierten Quartal 2025. Durch die Neubewertung der Bestände erwartet Metaplanet für das abgelaufene Geschäftsjahr einen konsolidierten Nettoverlust von 76,63 Milliarden Yen (498 Millionen Dollar). Anleger reagierten nervös auf die Nachricht: Die Aktie gab am Montag um gut 7 Prozent auf 476 Yen nach.

Das Management betont jedoch, dass es sich um einen reinen Buchungsverlust handelt. Weder der Cashflow noch das operative Tagesgeschäft sind davon betroffen. Die Abschreibung resultiert aus der aggressiven Akkumulationsstrategie des Unternehmens, dessen Bitcoin-Bestände innerhalb eines Jahres von 1.762 auf 35.102 BTC explodierten.

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Die wichtigsten Kennzahlen im Überblick:

  • Wertberichtigung Bitcoin: 104,6 Mrd. Yen (680 Mio. Dollar)
  • Erwarteter Nettoverlust 2025: 76,63 Mrd. Yen (498 Mio. Dollar)
  • Aktuelle Bestände: 35.102 BTC
  • Käufe in Q4 2025: 451 Mio. Dollar (Durchschnittskurs: 105.412 Dollar)

Operatives Geschäft überrascht positiv

Trotz der belastenden Buchungseffekte hob Metaplanet die Umsatzprognose für das Gesamtjahr 2025 paradoxerweise um 31 Prozent auf 8,9 Milliarden Yen an. Auch das operative Einkommen soll mit 6,3 Milliarden Yen knapp 34 Prozent über den bisherigen Erwartungen liegen. Verantwortlich für diese positive Entwicklung ist das Bitcoin-Ertragsgeschäft, bei dem das Unternehmen Derivate- und Optionsstrategien einsetzt.

Für das kommende Geschäftsjahr 2026 setzt sich das Management ambitionierte Ziele. Der Umsatz soll auf 16 Milliarden Yen steigen, wobei fast die gesamten Erlöse aus der Bitcoin-Sparte stammen sollen. Das Unternehmen hält zudem an seinem Plan fest, die Bestände bis Ende 2026 auf 100.000 Bitcoin fast zu verdreifachen.

Analysten sehen Potenzial

Marktbeobachter zeigen sich von der Volatilität in der Rechnungslegung weitgehend unbeeindruckt. Das Konsens-Rating der Analysten lautet aktuell "Strong Buy". Das durchschnittliche Kursziel von 1.927,5 Yen impliziert ein massives Aufwärtspotenzial gegenüber dem aktuellen Niveau. Trotz des jüngsten Rücksetzers liegt die Aktie im laufenden Jahr mit rund 19 Prozent im Plus und übertrifft damit den breiten japanischen Markt.

Die endgültigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 werden am 16. Februar veröffentlicht. Weitere Details zur Strategie dürften auf der Hauptversammlung am 25. März 2026 in Yokohama folgen, wo das Management den Aktionären Rede und Antwort stehen muss.

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