Meta räumt bei Reality Labs auf — und das in einem Tempo, das selbst intern für Verwirrung sorgt. Innerhalb weniger Tage kündigte das Unternehmen an, die VR-Version von Horizon Worlds einzustellen, ruderte zwei Tage später zurück, und CTO Andrew Bosworth musste klarstellen, dass bestehende VR-Welten weiterhin verfügbar bleiben. Hinter diesem Zickzackkurs steckt eine grundlegende strategische Neuausrichtung.

Rückzug auf breiter Front

Seit Januar 2026 hat Meta die Reality Labs Division deutlich gestutzt. Rund 10 % der Belegschaft wurden abgebaut, drei VR-Studios geschlossen, die Fitness-App Supernatural eingestellt und das Enterprise-Metaverse-Produkt eingestellt — alles innerhalb der ersten sechs Wochen des Jahres.

Die freiwerdenden Mittel sollen in Wearables und KI-Brillen fließen. Meta plant, seine Produktionskapazität für smarte Brillen bis Ende 2026 potenziell zu verdoppeln, um die nach eigenen Angaben stark gestiegene Nachfrage zu bedienen. Das ist ein klares Signal: Wo Konsumenten tatsächlich kaufen, investiert Meta — und nicht dort, wo Nachfrage erst noch entstehen soll.

Das Quest-Dilemma

Interessant ist, dass die Quest-Plattform selbst keine Nutzungsrückgänge verzeichnet. Die monatliche Nutzung stieg 2024 um 30 %, die Nutzerbasis ist so groß wie nie. Kumulativ wurden über 2 Milliarden Dollar für Quest-Inhalte ausgegeben.

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Das eigentliche Problem liegt woanders: Über 70 % der Zeit auf Quest entfällt mittlerweile auf kostenlose Anwendungen. Der Launch des Quest 3S zog ein jüngeres, kaufkraftschwächeres Publikum an als frühere Generationen — was die Monetarisierung des Ökosystems erschwert.

Finanzieller Rückenwind

Trotz der Umbaumaßnahmen steht Meta finanziell solide da. Im vierten Quartal 2025 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 59,89 Milliarden Dollar, ein Plus von 24 % gegenüber dem Vorjahr. Für das erste Quartal 2026 erwartet Meta Erlöse zwischen 53,5 und 56,5 Milliarden Dollar. Die geplanten Kapitalausgaben für das Gesamtjahr liegen bei 115 bis 135 Milliarden Dollar — getrieben vor allem durch die Meta Superintelligence Labs. Das operative Ergebnis 2026 soll das des Vorjahres dennoch übertreffen.

Parallel dazu läuft ein Geschworenenprozess in Los Angeles wegen Social-Media-Sucht ohne Einigung weiter; der Richter stellte eine Neuverhandlung in Aussicht. Rechtliche Unsicherheit bleibt damit ein Begleitthema.

Die Aktie notiert aktuell rund 11,6 % unterhalb ihres 200-Tage-Durchschnitts — der Markt bewertet den Strategiewechsel bislang zurückhaltend.

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