Meta Platforms greift in der KI-Offensive tief in die Tasche: Für bis zu 3 Milliarden Dollar übernimmt der Konzern das AI-Agent-Startup Manus. Die Akquisition ist nur ein Teil einer beispiellosen Investitionswelle, mit der CEO Mark Zuckerberg den Wettlauf um die KI-Vorherrschaft gegen OpenAI und Google entscheiden will. Gleichzeitig zeigt der Deal: Meta kauft nicht nur Technologie, sondern konsolidiert systematisch Talente und Infrastruktur.

Manus wird Teil des Meta-Ökosystems

Der am Samstag bestätigte Deal bringt Meta ein Startup mit über 100 Millionen Dollar wiederkehrendem Jahresumsatz. Die Technologie von Manus soll direkt in WhatsApp und die Meta-AI-Plattform integriert werden. Parallel bleibt Manus als eigenständiger Abo-Service bestehen – eine Doppelstrategie, die zusätzliche Einnahmequellen erschließt.

Besonders brisant: Manus wurde ursprünglich in China gegründet, verlegte den Hauptsitz aber Mitte 2025 nach Singapur. Diese Historie dürfte bei US-Regulierungsbehörden auf den Prüfstand kommen.

Aggressive Kapitalallokation zeigt Wirkung

Die Manus-Übernahme steht nicht allein. Erst kürzlich sicherte sich Meta für 14,3 Milliarden Dollar einen 49-prozentigen Anteil am Datendienstleister Scale AI – ein Move mit direkten Folgen für die Konkurrenz. Scale AI trennte sich daraufhin von 200 Mitarbeitern (14 Prozent der Belegschaft), während OpenAI und Google die Zusammenarbeit mit dem Unternehmen einstellten. Scale-AI-CEO Alexandr Wang wechselte in Metas Superintelligence-Einheit.

Die Investments zahlen sich aus: Metas KI-Werbeprodukt Advantage+ erreichte im dritten Quartal 2025 einen Jahresumsatz von 60 Milliarden Dollar – eine Verdreifachung gegenüber dem ersten Quartal.

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Regulatorik und Authentizitätskrise

Nicht alles läuft reibungslos. Die US-amerikanischen Jungferninseln haben eine Klage wegen mutmaßlich betrügerischer Werbepraktiken eingereicht. Instagram-Chef Adam Mosseri räumte am Wochenende ein, dass 2025 von „AI Slop" – minderwertigen KI-generierten Inhalten – dominiert wurde. Die Authentifizierung von Inhalten sei 2026 eine zentrale Herausforderung.

An der Börse schloss die Aktie am Freitag bei 650,41 Dollar, ein Minus von 1,47 Prozent. Die Bewertung von 1,64 Billionen Dollar spiegelt hohe Erwartungen wider. Während institutionelle Investoren wie Financial Partners Group zuletzt aufstockten, veräußerte COO Javier Olivan Anteile im Wert von rund 1,59 Millionen Dollar.

Quartalszahlen am 28. Januar im Fokus

Die Integration von Manus und die Neustrukturierung bei Scale AI werden beim Earnings Call am 28. Januar zentrale Themen sein. Analysten bleiben optimistisch: 92 Prozent von 71 Einschätzungen lauten auf „Kaufen", das durchschnittliche Kursziel liegt bei 822,30 Dollar – ein Potenzial von über 26 Prozent. Technisch muss die Aktie die am Freitag getestete Unterstützung bei 643,50 Dollar verteidigen.

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