Meta Platforms hat am Freitag ein neues Allzeithoch bei 725,40 US-Dollar markiert – und das trotz zwischenzeitlicher Kursturbulenzen. Der Auslöser: starke Quartalszahlen, die jedoch von einer Ankündigung überschattet wurden, die Investoren aufhorchen lässt. Das Unternehmen will 2026 bis zu 135 Milliarden US-Dollar in KI-Infrastruktur stecken. Eine Wette mit ungewissem Ausgang.

Werbegeschäft läuft auf Hochtouren

Das vierte Quartal 2025 zeigt Meta in Bestform. Der Umsatz kletterte um 24 Prozent auf 59,9 Milliarden US-Dollar – deutlich über den Erwartungen von 58,4 Milliarden. Der Gewinn je Aktie stieg um 11 Prozent auf 8,88 US-Dollar, auch hier lagen Analysten mit ihren Prognosen zwischen 8,16 und 8,21 US-Dollar daneben.

Verantwortlich für das Plus: das Werbegeschäft. Die Einnahmen aus Anzeigen erreichten 58,1 Milliarden US-Dollar. Dabei legten die Ad Impressions um 18 Prozent zu, während der Durchschnittspreis pro Anzeige um 6 Prozent stieg. Meta führt den Erfolg auf KI-gestützte Empfehlungsalgorithmen zurück, die laut Unternehmensangaben die Klickrate bei Facebook-Anzeigen um 3,5 Prozent und die Conversion-Rate bei Instagram um mehr als 1 Prozent erhöhten.

135 Milliarden für KI – die Rechnung geht auf?

Der Knackpunkt liegt in der Zukunft. Meta plant für 2026 Investitionen zwischen 115 und 135 Milliarden US-Dollar – am Mittelpunkt ein Anstieg von rund 73 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das Geld fließt in Rechenzentren und KI-Infrastruktur. Gleichzeitig prognostiziert das Management für das erste Quartal 2026 Erlöse zwischen 53,5 und 56,5 Milliarden US-Dollar, während der Konsens bei nur 51,3 Milliarden lag.

Die Ausgabenpläne sorgen für gemischte Reaktionen. Nach einem Kurssprung von rund 10 Prozent am 29. Januar gab die Aktie am Freitag etwa 3 Prozent ab. Analysten zeigen sich gespalten: Jefferies hob das Kursziel auf 1.000 US-Dollar an, Rosenblatt sogar auf 1.144 US-Dollar. Pivotal Research dagegen senkte das Ziel leicht von 930 auf 910 US-Dollar – bei unverändertem "Buy"-Rating.

Kostendisziplin bleibt währenddessen in anderen Bereichen Programm. Die Reality-Labs-Sparte, die im vierten Quartal einen operativen Verlust von 6,02 Milliarden US-Dollar verzeichnete, wird um 10 Prozent der Belegschaft verkleinert. Rund 1.500 Stellen fallen weg.

Was jetzt zählt

Die Investitionen in KI könnten sich als strategischer Vorsprung erweisen – oder als kostspielige Wette, deren Ertrag erst Jahre später sichtbar wird. Die nächsten Quartale werden zeigen, ob Meta mit den massiven Ausgaben tatsächlich das Werbegeschäft weiter optimieren und neue Erlösquellen erschließen kann. Vorerst setzt der Markt auf weiteres Wachstum: Das neue Allzeithoch liegt bereits 65,69 Prozent über dem 52-Wochen-Tief vom April 2025.

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