Merck Aktie: Bodenbildung gesucht
Die Merck-Aktie markiert zum Wochenauftakt ein neues Jahrestief und kämpft mit der Marke von 104 Euro. Während das operative Geschäft in der Chip-Sparte vom KI-Boom profitiert, sorgt ein juristischer Rückschlag bei einem wichtigen Medikament für Verkaufsdruck. Die Lücke zwischen dem Börsenkurs und den deutlich höheren Analystenzielen wird damit immer größer.
Patentstreit belastet Healthcare-Sparte
Der Hauptgrund für die jüngste Schwäche liegt im Bereich Healthcare. Ein US-Berufungsgericht erklärte wichtige Patente für das Multiple-Sklerose-Mittel Mavenclad für ungültig. Damit droht dem Blockbuster, der zuletzt 1,19 Milliarden Euro umsetzte, bereits in diesem Jahr Konkurrenz durch günstigere Generika auf dem US-Markt. Das Management stellt sich infolgedessen auf eine sinkende Profitabilität ein und erwartet einen Rückgang der EBITDA-pre-Marge auf etwa 28,0 Prozent.
Positive Signale kommen hingegen aus den anderen Konzernteilen. Im Bereich Life Science scheint der branchenweite Lagerabbau der Kunden beendet, was sich in einem organischen Wachstum von vier Prozent widerspiegelt. Gleichzeitig treibt der Hunger nach KI-Anwendungen das Segment Electronics an. Die Nachfrage nach Halbleitermaterialien sorgte hier zuletzt für ein organisches Plus von über acht Prozent und stabilisierte so das Gesamtergebnis.
Analysten sehen deutliches Aufwärtspotenzial
Trotz der operativen Hürden im Pharmasektor halten viele Experten an ihren optimistischen Einschätzungen fest:
- JPMorgan: "Overweight" mit Kursziel 150 Euro
- Deutsche Bank: "Hold" mit Kursziel 132 Euro
- Bernstein Research: "Market Perform" (Neuaufnahme)
- Analystenkonsens: Fairer Wert bei 141,87 Euro
Mit einem aktuellen Kurs von rund 104 Euro notiert das Papier etwa 15 Prozent unter seinem 50-Tage-Durchschnitt von 122,14 Euro. Der Relative-Stärke-Index (RSI) signalisiert mit einem Wert von 24,3 eine technisch überverkaufte Lage, da die Aktie exakt auf ihrem 52-Wochen-Tief von 103,60 Euro aufsetzt. Ob diese fundamentale Unterbewertung für eine Trendwende ausreicht, hängt nun maßgeblich davon ab, wie schnell die Zuwächse in der Chip-Sparte die Belastungen durch den Mavenclad-Patentverlust kompensieren können.
Merck-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Merck-Analyse vom 23. März liefert die Antwort:
Die neusten Merck-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Merck-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 23. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Merck: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








