Der Darmstädter Pharma- und Spezialchemiekonzern Merck dämpft die Erwartungen für das laufende Geschäftsjahr 2026. Während die Bilanz für das vergangene Jahr noch weitgehend stabil ausfiel, sorgen aufkommender Wettbewerb bei einem wichtigen Medikament und belastende Währungseffekte für Skepsis am Markt. Anleger reagieren empfindlich auf die Aussicht eines sinkenden operativen Ergebnisses.

Prognose unter Vorjahresniveau

Für das Jahr 2026 rechnet das Management mit einem bereinigten EBITDA zwischen 5,5 und 6,0 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Vorjahreswert von 6,1 Milliarden Euro bedeutet dies einen potenziellen Rückgang von knapp zehn Prozent. Auch beim Umsatz zeigt sich die Vorsicht der Konzernleitung: Die Spanne von 20,0 bis 21,1 Milliarden Euro lässt im schlechtesten Fall ein Minus gegenüber den 21,1 Milliarden Euro aus dem Jahr 2025 erwarten.

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Zwei Faktoren belasten die Kalkulation erheblich. Zum einen setzt in den USA ab März der Wettbewerb durch Nachahmerprodukte für das Multiple-Sklerose-Medikament Mavenclad ein. Zum anderen leiden die Erträge unter dem schwachen US-Dollar, da Merck rund ein Viertel seiner Erlöse im US-Markt erzielt. Diese Unsicherheit spiegelt sich im Aktienkurs wider, der innerhalb der letzten sieben Tage um mehr als elf Prozent nachgab und zuletzt bei 113,40 Euro notierte.

Umbruch in der Führungsetage

Zusätzliche Dynamik erhält die Situation durch eine personelle Zäsur: Konzernchefin Belén Garijo wird ihr Amt im April niederlegen und zum Konkurrenten Sanofi wechseln. Ihr Nachfolger übernimmt ein Unternehmen im strategischen Wandel. Um künftiges Wachstum zu sichern, investierte Merck zuletzt rund 3,9 Milliarden US-Dollar in die Übernahme von SpringWorks Therapeutics.

Operativ stützte im vergangenen Jahr vor allem die Nachfrage nach Halbleiterchemikalien und Biotech-Ausrüstung das Geschäft, wodurch der Umsatz organisch um 3,1 Prozent zulegen konnte. Trotz eines Gewinnrückgangs nach Steuern um sechs Prozent auf rund 2,6 Milliarden Euro im Jahr 2025 plant das Unternehmen, die Dividende für die Aktionäre bei 2,20 Euro stabil zu halten.

Ausblick und charttechnische Lage

Der weitere Jahresverlauf wird zeigen, ob die konservative Prognose durch neue Produktzulassungen – etwa für das Medikament Pergoveris in den USA – übertroffen werden kann. Charttechnisch ist die Aktie durch den jüngsten Rücksetzer mit einem RSI-Wert von 22,6 in einen tief überverkauften Bereich eingetreten. Sollte sich der Abwärtstrend fortsetzen, rückt das 52-Wochen-Tief bei 104,85 Euro als psychologisch wichtige Unterstützung in den Fokus der Marktteilnehmer.

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