Merck stellt im Vorfeld der anstehenden Quartalszahlen wichtige personelle und strategische Weichen. Während der weltgrößte Vermögensverwalter BlackRock seine Beteiligung an dem Darmstädter Konzern aufstockt, zeigen sich Analysten bei der Bewertung der zukünftigen Potenziale uneins. Angesichts eines technisch stark überverkauften Zustands rückt die Frage in den Fokus: Bietet das aktuelle Kursniveau eine Einstiegschance vor den März-Ergebnissen?

Die wichtigsten Fakten im Überblick:
* Großinvestor: BlackRock erhöht Stimmrechtsanteil auf 7,19 %.
* Analysten-Ziele: Spannweite von 130 € (Barclays) bis 150 € (JPMorgan/DZ BANK).
* Personalie: Benjamin Hein wird ab Mai 2026 neuer CEO der Sparte Electronics.
* Nächster Termin: Veröffentlichung der Q4-Zahlen und Prognose 2026 am 5. März.

Analysten uneins – Charttechnik liefert Signale

Das Stimmungsbild unter den Bankenhäusern präsentiert sich derzeit gemischt. Die Deutsche Bank hat ihre Empfehlung jüngst von „Buy“ auf „Hold“ herabgestuft, das Kursziel dabei jedoch leicht auf 132 Euro angehoben. Deutlich optimistischer bleiben die DZ BANK und JPMorgan, die beide ein Ziel von 150 Euro ausgeben. Mit einem gestrigen Schlusskurs von 122,05 Euro notiert das Papier deutlich unter diesen optimistischen Einschätzungen.

Interessant ist dabei die technische Komponente: Der Relative-Stärke-Index (RSI) ist auf einen Wert von 22,6 gefallen. Dies deutet darauf hin, dass die Aktie nach den Verlusten der letzten 30 Tage – in denen sie über 4 % nachgab – charttechnisch stark überverkauft ist. Trotz dieser kurzfristigen Schwäche liegt der Kurs mit über 5 % weiterhin über seinem 200-Tage-Durchschnitt von 115,90 Euro, was den langfristigen Aufwärtstrend vorerst stützt.

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Strategische Positionierung im US-Markt

Neben der Aktionärsstruktur und charttechnischen Marken bewegt die operative Ausrichtung die Gemüter. Finanzchefin Helene von Roeder positioniert das Unternehmen proaktiv auf dem US-Markt, insbesondere bei den Verhandlungen über Preissenkungen für IVF-Therapien. Ziel dieser frühen Gespräche mit der US-Regierung ist es, in einem politisch veränderten Umfeld frühzeitig Planungssicherheit zu gewinnen.

Gleichzeitig regelt der Konzern die langfristige Führung seiner Electronics-Sparte. Benjamin Hein wird zum 1. Mai 2026 neuer CEO dieses Bereichs und rückt in die Geschäftsleitung auf. Damit setzt Merck auf Kontinuität in einem Sektor, der für die technologische Transformation des Unternehmens als zentral gilt.

Die Erhöhung der BlackRock-Beteiligung auf 7,19 Prozent signalisiert trotz des Kursrückgangs von rund 14 Prozent auf Jahressicht ein anhaltendes Interesse institutioneller Anleger. Entscheidend für die weitere Kursentwicklung wird der 5. März 2026 sein. Dann präsentiert Merck die Bilanz des vierten Quartals und liefert den Ausblick für das laufende Geschäftsjahr, an dem sich die ambitionierten Kursziele der Analysten messen lassen müssen.

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