Nach einer spürbaren Korrektur von rund 10 Prozent in den letzten 30 Tagen suchen Anleger bei Merck nach positiven Impulsen. Jetzt liefert der DAX-Konzern operative Neuigkeiten aus den USA, während gleichzeitig Übernahme-Spekulationen die Runde machen. Können diese fundamentalen Entwicklungen die jüngste Kursschwäche stoppen?

Das Wichtigste im Überblick:
* FDA-Fortschritt: Zulassungsantrag für Pimicotinib akzeptiert.
* Großaktionär: BlackRock hält stabile 7,18 Prozent der Anteile.
* Analysten-Votum: JPMorgan bestätigt Kursziel von 150 Euro.
* M&A-Gerüchte: Spekulationen um mögliches Interesse an Qiagen.

Pipeline-Fortschritt in den USA

Die wichtigste operative Nachricht kommt von der US-Tochter EMD Serono. Die dortige Arzneimittelbehörde FDA hat den Zulassungsantrag für den Wirkstoff Pimicotinib akzeptiert. Das Medikament wird zur Behandlung von tenosynovialen Riesenzelltumoren entwickelt.

Dieser formale Schritt ist entscheidend, da er den offiziellen Überprüfungsprozess einleitet. Für Merck bestätigt dies die Qualität der eingereichten Daten und konkretisiert die Chance auf künftige Einnahmen aus diesem Nischensegment. Es ist ein Beleg für die Exekutionskraft in der Pharma-Sparte, die Investoren nach zuletzt gemischten Signalen genau beobachten.

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Übernahme-Fantasie und Analysten-Check

Neben dem operativen Geschäft sorgen strategische Spekulationen für Gesprächsstoff. Die Citi Group nennt Merck in einer aktuellen Analyse als potenziellen Interessenten für den Diagnostik-Spezialisten Qiagen. Auch wenn Analysten die strategische Passgenauigkeit teilweise hinterfragen, unterstreicht allein die Nennung die finanzielle Handlungsfähigkeit des Konzerns.

Parallel dazu stärkt JPMorgan den Bullen den Rücken. Die US-Bank bestätigt ihr "Overweight"-Rating mit einem Kursziel von 150 Euro. Gemessen am aktuellen Kurs von 128,40 Euro impliziert dies ein Aufwärtspotenzial von rund 17 Prozent. Analyst Richard Vosser verweist dabei auf die bestätigten Wachstumsziele im Life-Science-Bereich, wo für 2026 ein mittleres einstelliges Wachstum bei stabilen Margen erwartet wird.

Stabilitätsanker BlackRock

Inmitten der volatilen Marktphase – der RSI von 22,6 deutet auf eine technisch überverkaufte Situation hin – sendet die Eigentümerstruktur ein Signal der Stabilität. Der Vermögensverwalter BlackRock hat seine Beteiligung konsolidiert und hält laut Stimmrechtsmitteilung 7,18 Prozent der Anteile. Ein solches Engagement eines institutionellen Schwergewichts wird am Markt oft als langfristiger Vertrauensbeweis in die Unternehmenssubstanz gewertet.

Fazit

Die Gemengelage bei Merck hellt sich fundamental auf. Die FDA-Akzeptanz für Pimicotinib und die stabilen Wachstumsprognosen für 2026 stehen im Kontrast zur jüngsten Kursentwicklung. Ob die Aktie den Bereich um 128 Euro als Boden nutzen kann, hängt nun maßgeblich vom weiteren Verlauf des FDA-Prüfungsverfahrens und der tatsächlichen Margenentwicklung in den kommenden Quartalen ab.

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