Merck KGaA Aktie: Angriff auf Hoffnungsträger
Die erst im April 2025 abgeschlossene Übernahme von SpringWorks Therapeutics entwickelt sich für den Darmstädter Konzern zur Zitterpartie. Neue Studiendaten des US-Konkurrenten Immunome setzen den wichtigen Wirkstoff Ogsiveo unter Druck und werfen die Frage auf, ob sich die 3,9 Milliarden US-Dollar schwere Investition wie geplant rentieren wird. Anleger reagieren nervös, während die Aktie charttechnisch auf eine entscheidende Unterstützung zusteuert.
Die Lage im Überblick:
* Wettbewerb: Konkurrent Immunome präsentierte starke Phase-III-Daten für seinen Wirkstoff Varegacestat.
* Risiko: Marktbeobachter sehen darin eine "Best-in-Class"-Bedrohung für Mercks Ogsiveo.
* Kursreaktion: Die Aktie notiert bei 121,30 Euro und nähert sich einer kritischen Chartmarke.
Konkurrenzdaten belasten Kursfantasie
Der Ursprung der aktuellen Verunsicherung liegt in den jüngsten klinischen Ergebnissen zur Behandlung von Desmoid-Tumoren. Die von Immunome veröffentlichten Daten der RINGSIDE-Studie sorgten am Wochenende für intensive Diskussionen. Analysten interpretieren das Profil des Konkurrenz-Wirkstoffs als potenziell überlegen gegenüber Mercks Ogsiveo.
Für Merck ist das Timing ungünstig. Ogsiveo ist das Herzstück der teuren SpringWorks-Übernahme und fest in den zukünftigen Umsatzerwartungen eingeplant. Sollte sich ein stärkeres Konkurrenzprodukt am Markt etablieren, könnten die Spitzenumsätze gekappt werden, noch bevor sich der Milliarden-Deal vollständig amortisiert hat. Diese Sorge drückt auf die Stimmung der Investoren, obwohl Merck mit Ogsiveo den Vorteil des ersten Marktteilnehmers ("First-Mover-Advantage") genießt.
Analysten bleiben ruhig – Chart sendet Warnsignale
Trotz des Gegenwinds bewerten Experten die Lage differenzierter. Die US-Bank JPMorgan hält an ihrem Kursziel von 150,00 Euro fest. Das Argument: Mercks breite Aufstellung mit den robusten Sparten Life Science und Electronics bietet einen Puffer gegen Volatilität im Pharmageschäft. Zudem verschwindet ein etabliertes Medikament nicht über Nacht durch neue Daten eines noch nicht zugelassenen Wettbewerbers.
Technisch spitzt sich die Lage jedoch zu. Mit einem Schlusskurs von 121,30 Euro am Freitag notiert das Papier in Schlagdistanz zur psychologisch und technisch wichtigen Marke von 120,00 Euro. Der RSI (Relative Strength Index) von 22,6 deutet mittlerweile auf eine massiv überverkaufte Situation hin, was kurzfristig die Chance auf eine Gegenbewegung erhöht. Fällt die 120-Euro-Marke, rückt der 50-Tage-Durchschnitt bei 118,72 Euro als nächste Auffanglinie in den Fokus.
Fazit: Verteidigungslinie muss halten
Für die Bullen geht es in dieser Woche primär um Schadensbegrenzung. Gelingt es, die Zone um 120,00 bis 121,00 Euro zu verteidigen, könnte die überverkaufte Marktlage für eine technische Erholung genutzt werden. Ein Tagesschlusskurs unter 120,00 Euro würde hingegen das charttechnische Bild deutlich eintrüben und könnte weitere Verkäufe auslösen, da der Markt die Risiken der SpringWorks-Integration dann neu bewerten dürfte.
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