Mercedes-Benz Aktie: Zwangspause für AMG
Bittere Pille für den Stuttgarter Autobauer: Mercedes-Benz muss die Produktion wichtiger und margenstarker AMG-Modelle vorübergehend einstellen. Strenge EU-Lärmvorschriften zwingen den Konzern zu diesem drastischen Schritt, der eine spürbare Lücke im Portfolio hinterlässt. Während Investoren besorgt auf die kurzfristigen Umsatzausfälle blicken, plant das Management im Hintergrund bereits eine strategische Kehrtwende für 2027.
- Produktionsstopp: GLC 43 und 63 AMG entfallen wegen Lärmschutzvorgaben.
- Strategiewechsel: Rückkehr zum 6-Zylinder mit dem Facelift 2027 geplant.
- Analysten-Votum: Berenberg sieht weiterhin Risiken im China-Geschäft.
Zu laut für die EU
Der Grund für die Unterbrechung liegt in Brüssel. Die aktuellen 4-Zylinder-Motoren der Performance-Reihe (Typ M139) gelten als zu laut und können die verschärften gesetzlichen Grenzwerte nicht mehr einhalten. Dies hat unmittelbare Folgen: Ab Ende Februar 2026 endet die Produktion des GLC 43 AMG, im Mai folgt der GLC 63 S E Performance. Für Kaufinteressenten bedeutet dies einen monatelangen Bestellstopp bei zwei der profitabelsten Modelle im SUV-Segment.
Strategische Korrektur: Hubraum statt Downsizing
Doch das Management nutzt die Zwangspause für einen Kurswechsel. Mit dem geplanten Facelift des GLC im Jahr 2027 verabschiedet sich Mercedes in diesem Segment vom reinen 4-Zylinder-Konzept und führt einen neu entwickelten 6-Zylinder ein. Damit reagiert der Konzern nicht nur auf die regulatorischen Hürden, sondern adressiert auch einen der größten Kritikpunkte der Kundschaft: den Wunsch nach mehr Hubraum in der AMG-Klasse. Eine Rückkehr zum V8 ist allerdings ausgeschlossen.
China und Charttechnik belasten
Abseits der Modellpolitik bleibt China das Sorgenkind. Die Privatbank Berenberg erhöhte zwar das Kursziel leicht von 60 auf 63 Euro, beließ die Einstufung jedoch auf "Hold". Als Hauptgrund nennen die Experten die anhaltende Nachfrageschwäche im chinesischen Premiumsegment, die weiterhin auf die Margen drückt.
Diese Skepsis spiegelt sich auch im Kursverlauf wider. Trotz eines laufenden Rückkaufprogramms, bei dem zuletzt über 700.000 eigene Anteile erworben wurden, notiert die Aktie mit 57,54 Euro im Minus. Seit Jahresanfang verlor das Papier über 7 % an Wert und handelt damit deutlich unter dem 200-Tage-Durchschnitt von 54,80 Euro.
Die kommenden Monate werden für den Konzern eine Übergangsphase darstellen. Kurzfristig fehlen wichtige Umsatztreiber im AMG-Portfolio und der chinesische Markt bleibt volatil, doch die strategische Korrektur hin zum 6-Zylinder könnte langfristig die Markenattraktivität wieder steigern. Bis zum Facelift 2027 muss Mercedes diese Lücke überbrücken.
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