Lynas Rare Earths Aktie: Doppelte Belastung
Doppelschlag für den australischen Produzenten: Die US-Regierung fördert einen direkten Konkurrenten mit Milliarden, während zeitgleich der Abschied der langjährigen CEO bekannt wird. Diese Kombination aus politischem Gegenwind und Führungsvakuum verunsichert die Anleger spürbar. Doch wie stark gefährdet die neue US-Strategie das Geschäftsmodell wirklich?
US-Milliarden für die Konkurrenz
Kern des Problems ist eine massive Subvention der US-Regierung. Mit einer Zusage über 1,6 Milliarden US-Dollar an "USA Rare Earth" signalisiert Washington einen klaren Schwenk hin zu einer rein heimischen Lieferkette. Dieser "America First"-Ansatz greift direkt das zentrale Verkaufsargument von Lynas an: die Rolle als wichtigster nicht-chinesischer Lieferant für den nordamerikanischen Markt.
Die Finanzierung des Rivalen wirft Fragen über den künftigen Zugang von Lynas zu staatlichen US-Fördergeldern auf. Bisher profitierte das Unternehmen stark vom Bestreben des Westens, die Abhängigkeit von chinesischen Importen zu verringern.
Die Börse reagierte prompt auf die veränderte Wettbewerbslandschaft. Zum Handelsende am Freitag notierte das Papier bei 14,27 Australischen Dollar (AUD), was einem Wochenverlust von rund 5,5 Prozent entspricht. Unmittelbar nach Bekanntgabe der US-Pläne geriet der Titel zeitweise sogar fast 7 Prozent unter Druck.
Unsicherheit an der Spitze
Erschwerend kommt hinzu, dass mit Amanda Lacaze die Architektin des jüngsten Erfolgs ihren Rücktritt angekündigt hat. Ihr geplanter Weggang schafft Unsicherheit in einer Phase, in der das Unternehmen strategisches Geschick im Umgang mit Regierungsaufträgen benötigt. Marktbeobachter sehen hier ein erhöhtes Ausführungsrisiko bei anstehenden Großprojekten, da wichtige Kundenbeziehungen eng mit der scheidenden Chefin verknüpft waren.
Operatives Geschäft stabil
Ungeachtet der strategischen Wolken stimmen die fundamentalen Daten. Im abgelaufenen Dezember-Quartal überstiegen die Verkäufe der wichtigen Neodym-Praseodym-Produkte (NdPr) die Produktionsmenge, begünstigt durch Lagerabbau und ein stabiles Preisumfeld. Das Management bestätigte zudem das Ziel, die jährliche Kapazität auf 10.500 Tonnen auszubauen.
Wichtige operative Eckdaten:
* NdPr-Verkäufe lagen im letzten Quartal über der Produktion.
* Die Kapazitätserweiterung verläuft nach Plan.
* Trotz Stromausfällen in Kalgoorlie blieb die Produktion stabil.
* Die Anlage in Malaysia nahm im Januar den Betrieb wieder auf.
Der Fokus der Marktteilnehmer richtet sich nun auf die schnelle Benennung eines Nachfolgers für die Konzernspitze. Entscheidend für die weitere Kursentwicklung wird sein, ob Lynas trotz der neuen US-Konkurrenz weitere Abnahmeverträge sichern kann. Solange die westlichen Regierungen ihre Abhängigkeit von China reduzieren wollen, bleibt das Unternehmen als derzeit einziger Produzent von separierten schweren Seltenen Erden (Dysprosium und Terbium) außerhalb der Volksrepublik ein strategischer Schlüsselfaktor.
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