Uran: Geopolitik treibt Preise
Geopolitische Spannungen und ein strukturelles Angebotsdefizit bestimmen derzeit die Dynamik am Uranmarkt. Während Teheran signalisiert, seine Anreicherungsprogramme unter keinen Umständen aufzugeben, wächst der globale Hunger nach Kernenergie als stabile Stromquelle für Rechenzentren und Klimaziele. Diese Kombination aus politischer Instabilität und steigendem Bedarf hält das Preisniveau trotz kurzfristiger Schwankungen hoch.
Geopolitische Spannungen und Stromhunger
Die jüngsten Aussagen des iranischen Außenministers unterstreichen die Sensibilität des Marktes. Teheran betonte gestern, die Urananreicherung selbst im Falle militärischer Auseinandersetzungen fortzusetzen. Dies trifft auf einen Markt, der ohnehin mit Knappheit kämpft. Die US-Regierung reagiert bereits auf die Abhängigkeit von ausländischen Quellen und vergibt milliardenschwere Aufträge zur Stärkung des heimischen Uranbergbaus, um insbesondere russische Lieferungen zu ersetzen.
Der Strombedarf durch Künstliche Intelligenz und datenintensive Technologien fungiert dabei als neuer Katalysator. Mehr als 30 Staaten planen, ihre nuklearen Kapazitäten bis 2050 zu verdreifachen. Kann das globale Angebot mit dieser rasanten Entwicklung Schritt halten? Bisher gilt die Projektpipeline für neue Minen als weitgehend erschöpft, während bestehende Förderregionen wie Kasachstan und Niger mit operativen oder politischen Hürden kämpfen.
Strukturelles Defizit stützt Preisniveau
Die Marktdaten verdeutlichen den Aufwärtstrend der vergangenen Monate:
- Spotpreis-Hoch: Ende Januar erreichte Uran mit 94,28 US-Dollar pro Pfund den höchsten Stand seit Februar 2024.
- Jahresvergleich: Trotz eines leichten Rücksetzers auf 85,25 US-Dollar am vergangenen Freitag liegt der Preis im Jahresvergleich noch immer 22,40 Prozent höher.
- Monatsperformance: Im vergangenen Monat verzeichnete der Rohstoff einen Zuwachs von 4,22 Prozent.
Im Januar durchbrach der Preis zudem erstmals seit zwei Jahren wieder die Marke von 100 US-Dollar pro Pfund. Analysten führen diese Volatilität auf das prognostizierte Ungleichgewicht zwischen einer Renaissance der Kernenergie und der langwierigen Erschließung neuer Förderkapazitäten zurück.
Das strukturelle Ungleichgewicht bleibt der zentrale Faktor für die kommenden Jahre. Während die Nachfrage durch neue Technologien wie modulare Reaktoren (SMR) langfristig untermauert wird, limitieren geopolitische Risiken in wichtigen Lieferländern das kurzfristig verfügbare Material. Der Markt stellt sich somit auf eine anhaltende Phase knapper Bestände bei gleichzeitig steigendem Grundbedarf ein.
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