Lynas Aktie: Keine Stabilität?
Neue Regierungsstrategien im Westen sorgen für Nervosität beim größten Seltenerd-Produzenten außerhalb Chinas. Obwohl die Verkaufspreise steigen, rutschte die Aktie diese Woche deutlich ab. Anleger fürchten paradoxerweise, dass staatliche Eingriffe zur Marktstabilisierung das zukünftige Gewinnpotenzial begrenzen könnten.
US-Vorstoß verunsichert den Markt
Ein Ministertreffen in Washington am Mittwoch führte neue Referenzpreise für kritische Mineralien ein. Dies ist Teil eines umfassenderen US-Programms, das eine bevorzugte Handelszone mit G7-Nationen und Verbündeten wie Australien vorsieht. Kernstück der Politik ist ein strategischer Lagerbestand im Wert von 12 Milliarden US-Dollar sowie koordinierte Preisuntergrenzen, die westliche Lieferanten vor Marktmanipulationen schützen sollen.
Der Markt reagierte jedoch skeptisch auf die Ankündigung. Gestern fielen die Lynas-Papiere um 6,84 Prozent auf 14,91 AUD. Investoren bewerten die staatlich festgelegten Preisbögen nicht nur als Absicherung, sondern potenziell auch als Deckelung, die die Preissetzungsmacht der Produzenten in Boom-Phasen einschränken könnte.
Gleichzeitig prüft auch Australien eigene Preisuntergrenzen. Die Regierung in Canberra treibt ihr Programm für strategische Reserven unabhängig von der US-Politik voran. Bereits Ende Januar bestätigte Ressourcenministerin Madeleine King, dass Australien seine Lieferketten durch verschiedene Mechanismen stützen werde. Hierfür wurden 1,2 Milliarden AUD bereitgestellt, um Bestände an Antimon, Gallium und Seltenerd-Elementen aufzubauen.
Starke Umsätze treffen auf Produktionsprobleme
Abseits der politischen Börsenreaktionen zeigen die operativen Zahlen ein gemischtes Bild. Im zweiten Geschäftsquartal konnte Lynas den Umsatz um 43 Prozent auf 201,9 Millionen AUD steigern. Maßgeblich dafür war ein deutlicher Anstieg des durchschnittlichen Verkaufspreises, der auf 85,60 AUD pro Kilogramm kletterte – ein massiver Sprung gegenüber den 49,20 AUD des Vorjahres.
Allerdings kämpft das Unternehmen mit technischen Schwierigkeiten. Die Produktionsmenge brach spürbar ein:
* Gesamtproduktion Seltenerdoxide: 2.382 Tonnen (Vorquartal: 3.993 Tonnen)
* Ursache: Anhaltende Stromausfälle in der Verarbeitungsanlage Kalgoorlie.
Das Unternehmen arbeitet an netzunabhängigen Lösungen wie Dieselgeneratoren, um die Stromstabilität zu gewährleisten, da die Ausfälle bis in den Januar 2026 andauerten.
Führungswechsel und wachsender Wettbewerb
Zusätzlich zur Marktvolatilität steht Lynas vor internen Veränderungen. CEO Amanda Lacaze kündigte Mitte Januar ihren Rücktritt zum Ende des laufenden Geschäftsjahres an. Die Suche nach einer Nachfolge fällt in eine kritische Phase, in der strategische Weichenstellungen nötig sind.
Der Wettbewerbsdruck nimmt unterdessen zu. Die US-Regierung sagte Ende Januar dem heimischen Konkurrenten USA Rare Earth 1,6 Milliarden US-Dollar zu. Dieser "America First"-Ansatz wirft Fragen auf, welche Rolle das australische Unternehmen Lynas langfristig im US-Ökosystem spielen wird, wenn Washington die eigene Industrie massiv subventioniert. Das Management muss nun beweisen, dass es die Produktionsprobleme in Kalgoorlie zügig lösen und sich im neuen politischen Umfeld behaupten kann.
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