Lynas Aktie: Zwischen Förderung und Unsicherheit
Die australische Lynas Rare Earths bewegt sich in einem Umfeld voller Widersprüche. Während westliche Regierungen Milliarden in die Hand nehmen, um ihre Abhängigkeit von China zu verringern, schwankt die Aktie des größten Seltene-Erden-Produzenten außerhalb Chinas erheblich. Eine neue US-Politik sorgt für Bewegung – doch nicht nur positiv.
Washington definiert Spielregeln neu
Die USA haben diese Woche ein umfassendes Programm für kritische Mineralien vorgestellt. Kernstück ist ein strategisches Lager im Volumen von 12 Milliarden US-Dollar sowie ein neues Preisrahmenwerk. Laut Australian Financial Review (6. Februar 2026) räumte das Weiße Haus dem Thema drei Tage lang höchste Priorität ein.
Das auf einem Ministertreffen am 4. Februar 2026 in Washington vorgestellte Regelwerk führt sogenannte Referenzpreise für essenzielle Mineralien ein. Damit sollen heimische Produzenten vor Preismanipulation geschützt werden. Die Maßnahme schafft faktisch eine bevorzugte Handelszone mit G7-Staaten sowie Partnern wie Australien und Kanada.
Wichtige Eckdaten:
- Strategisches US-Lager: 12 Mrd. USD
- Quartalsumsatz Lynas: 201,9 Mio. AUD (plus 43% zum Vorjahr)
- Durchschnittspreis Q2: 85,60 AUD/kg (vorher: 49,20 AUD/kg)
- Produktion Q2: 2.382 Tonnen Seltenerdoxide (minus 40% zum Vorquartal)
Operative Probleme belasten Produktion
Stromausfälle in der Kalgoorlie-Anlage in Westaustralien bremsen die Produktion. Laut Reuters (21. Januar 2026) arbeitet Lynas an netzunabhängigen Lösungen, darunter Dieselgeneratoren. Die Störungen zogen sich bis Januar 2026 hin und drückten den Output im Dezemberquartal deutlich.
Parallel steht ein Führungswechsel bevor. CEO Amanda Lacaze verlässt das Unternehmen nach zehn Jahren. Die Suche nach ihrer Nachfolge fällt in eine Phase, in der strategische Weichenstellungen anstehen.
Konkurrenz aus den USA wächst
Die 1,6 Milliarden US-Dollar, die Washington Ende Januar 2026 dem heimischen Konkurrenten USA Rare Earth zugesagt hat, verschärfen den Wettbewerb. Nach Yahoo Finance (29. Januar 2026) wirft diese „America First"-Strategie Fragen über die langfristige Rolle nichtamerikanischer Anbieter auf.
Australien erwägt eigene Preisuntergrenze
Bloomberg berichtete am 4. Februar 2026, dass Australien über eine eigene Preisuntergrenze für kritische Mineralien nachdenkt. Die Nachricht ließ zunächst Aktien lokaler Produzenten steigen. Mit den viertgrößten Seltenerd-Reserven weltweit positioniert sich Australien als Schlüsselpartner westlicher Lieferketten.
Die jüngste Volatilität bei Lynas-Aktien spiegelt die Unsicherheit wider. Reuters (30. Januar 2026) berichtete von Kursverlusten, nachdem die Trump-Administration frühere Zusagen zum Preisrahmen relativiert hatte. Die nachfolgenden Ankündigungen schufen ein komplexes Bild für den Konzern aus Perth.
Lynas lieferte im Dezemberquartal deutlich höhere Durchschnittspreise und steigerte den Umsatz auf knapp 202 Millionen Australische Dollar. Gleichzeitig sank die Produktion wegen der Stromprobleme um 40 Prozent. Am 21. Januar 2026 blickte das Management optimistisch auf die Nachfrage, ließ aber offen, wann die Versorgungsengpässe in Kalgoorlie endgültig gelöst sind.
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