Der australische Seltene-Erden-Produzent Lynas Rare Earths erlebte heute einen bemerkenswerten Handelstag. Die Aktie legte um 8,7 Prozent auf 17,35 A$ zu – der stärkste Tagesanstieg seit Monaten. Grund für die Kursrally sind konkrete Signale aus der Politik: Sowohl Australien als auch die USA arbeiten an milliardenschweren Unterstützungsprogrammen für die heimische Rohstoffindustrie.

Branchenkollegen profitierten ebenfalls: Iluka Resources gewann 5,2 Prozent, Arafura Rare Earths 6,3 Prozent. Die Erholung markiert einen Stimmungsumschwung in einem Sektor, der Anfang 2026 noch unter Druck stand.

Regierungen greifen ein

Die australische Regierung erwägt die Einführung eines „Preisbodens" für strategische Rohstoffe. Damit sollen heimische Produzenten vor volatilen Weltmarktpreisen geschützt werden. Konkrete Details stehen noch aus, doch bereits die Ankündigung reichte, um Investoren zurück in den Markt zu locken.

Parallel dazu starteten die USA „Project Vault" – ein 12-Milliarden-Dollar-Programm zum Aufbau strategischer Reserven von Seltenen Erden. Das Vorhaben zielt darauf ab, Abhängigkeiten von China zu reduzieren und die Versorgung von Verteidigungs- und Energiesektor langfristig zu sichern. Zwar gilt der US-Produzent MP Materials als direkter Profiteur, doch das Volumen der Initiative hebt die Bewertungen im gesamten nicht-chinesischen Sektor.

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CEO-Wechsel belastete zuletzt

Die heutige Rally verschafft Lynas-Aktionären eine Verschnaufpause nach schwierigen Wochen. Am 13. Januar hatte das Unternehmen angekündigt, dass CEO Amanda Lacaze zum Ende des laufenden Geschäftsjahres in den Ruhestand tritt. Lacaze führte Lynas durch die entscheidende Sanierungsphase und hinterlässt eine Lücke.

Die Unsicherheit um die Nachfolge sowie schwankende Preise für Neodym-Praseodym hatten die Aktie zwischenzeitlich auf rund 15 A$ gedrückt – ein deutlicher Rückgang von Hochs über 21 A$ im Vorjahr.

Worauf Anleger jetzt achten

Die nächsten Wochen werden zeigen, ob aus politischen Absichtserklärungen belastbare Maßnahmen werden. Drei Punkte stehen im Fokus:

  • Australische Preisgarantie: Wird die Regierung einen verbindlichen Mindestpreis festlegen oder Abnahmeverträge anbieten?
  • US-Programm „Vault": Wie werden die 12 Milliarden Dollar verteilt? Können australische Partner direkt partizipieren oder nur über Lieferverträge profitieren?
  • Nachfolge im Management: Die Bekanntgabe von Lacazes Nachfolger wird eine zentrale Weichenstellung für das Unternehmen.

Der Seltene-Erden-Markt bleibt geopolitisch aufgeladen. Trotz westlicher Bestrebungen – Lynas betreibt die Mine Mt Weld sowie Verarbeitungsanlagen in Malaysia und den USA – dominiert China nach wie vor die globale Wertschöpfungskette. Die jüngsten Regierungsinitiativen deuten darauf hin, dass westliche Hauptstädte bereit sind, massiv zu intervenieren, um unabhängige Produzenten wettbewerbsfähig zu halten. Vorerst profitiert Lynas von dieser Gemengelage.

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