Alarmstimmung in Australien: Der Handel mit Aktien von Electro Optic Systems wurde am Freitag abrupt gestoppt. Vorausgegangen waren ein dramatischer Kursverfall und ein vernichtender Bericht des Short-Sellers Grizzly Research. Im Zentrum der Vorwürfe steht ein millionenschwerer Vertrag, der massive Fragen zur Glaubwürdigkeit der Unternehmensführung aufwirft.

Bevor die Börsenaufsicht einschritt, rutschte das Papier auf 6,08 AUD ab – ein Tagesverlust von 15,2 Prozent. Auf Wochensicht hat sich damit rund ein Drittel des Börsenwerts in Luft aufgelöst. Auslöser für die Reißleine war eine Veröffentlichung von Grizzly Research vom 5. Februar, die an der Substanz eines erst kürzlich gefeierten Großauftrags zweifelt.

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Dubioser Partner in Südkorea?

Stein des Anstoßes ist ein im Dezember 2025 verkündeter Deal über 80 Millionen US-Dollar. Electro Optic Systems meldete damals den Verkauf von Hochenergie-Lasersystemen an einen südkoreanischen Kunden. Laut dem Bericht von Grizzly handelt es sich beim Vertragspartner "Goldrone Co., Ltd." jedoch keineswegs um einen potenten Rüstungskonzern, sondern um einen kleinen Hersteller landwirtschaftlicher Drohnen.

Die Analysten führen an, dass dieser Partner lediglich drei Mitarbeiter beschäftige. Zudem habe das Unternehmen im Jahr 2018 einen Spitzenumsatz von gerade einmal 476.000 US-Dollar erzielt. Diese Diskrepanz zwischen Auftragsvolumen und der Größe des Partners nährt Zweifel an der Validität der Vereinbarung.

Kritik an Übernahmen und Transparenz

Die Vorwürfe beschränken sich nicht auf diesen Einzelvertrag. Der Short-Seller hinterfragt auch die im Januar 2026 abgeschlossene Übernahme von MARSS sowie das allgemeine Cashflow-Management des Konzerns. Der Vorwurf wiegt schwer: Das Management habe Investoren über Art und Umfang kommerzieller Partnerschaften getäuscht und somit ein verzerrtes Bild der Geschäftslage gezeichnet.

Electro Optic Systems bat die Börsenaufsicht ASX um die Handelsaussetzung, um Zeit für eine formelle Gegendarstellung zu gewinnen. Bis spätestens Dienstag, den 10. Februar 2026, oder bis zur Veröffentlichung einer klärenden Stellungnahme wird kein Handel stattfinden. Marktbewertungen von rund 1,38 Milliarden AUD stehen auf dem Spiel, während Investoren auf die detaillierte Entkräftung der Anschuldigungen warten.

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