Lynas Aktie: Handelskrieg eskaliert
Die diplomatischen Beziehungen zwischen China und Japan haben einen neuen Tiefpunkt erreicht, was die globalen Lieferketten für Rohstoffe massiv unter Druck setzt. Nachdem Peking Exportbeschränkungen als Vergeltung für Japans Taiwan-Politik verhängt hat, materialisiert sich an den Märkten die Angst vor einem umfassenden Embargo für seltene Erden. Diese Zuspitzung katapultierte die Lynas-Aktie diese Woche nach oben – doch wie nachhaltig ist dieser geopolitische Kurstreiber?
Historische Parallelen
Auslöser der aktuellen Dynamik ist das Verbot von Dual-Use-Exporten aus China nach Japan. Berichte vom 8. Januar bestätigen nun, dass Peking begonnen hat, die Ausfuhr schwerer seltener Erden an japanische Unternehmen aktiv zu drosseln. Für Investoren weckt dies Erinnerungen an die Krise von 2010. In diesem Umfeld wird Lynas aggressiv neu bewertet, da das Unternehmen als wichtigste strategische Alternative zu chinesischen Lieferanten gilt und direkt von der Versorgungsunsicherheit profitiert.
Heftige Kursausschläge
Die Nervosität der Marktteilnehmer spiegelt sich in extremen Schwankungen und hohen Handelsvolumina wider. Am Mittwoch (7. Januar) schoss die Aktie um 14,52 Prozent auf 15,06 AUD nach oben. Dieser Anstieg markiert eine deutliche Erholung vom Kurs am 2. Januar, der noch bei 12,22 AUD lag.
Auf die Euphorie folgte gestern jedoch eine erste Korrektur: Gewinnmitnahmen drückten das Papier um 5,4 Prozent auf 14,24 AUD. Trotz des Rücksetzers notiert der Titel weiterhin deutlich über dem Niveau zum Jahresende 2025, gestützt durch anhaltendes Kaufinteresse institutioneller Anleger.
Der operative Fahrplan
Abseits der geopolitischen Risikoprämie treibt Lynas seine operativen Meilensteine voran. Der Fokus liegt auf der neuen Verarbeitungsanlage für schwere seltene Erden (HRE) in Malaysia. Das Management hat hierzu einen gestaffelten Zeitplan bestätigt:
- April 2026: Geplanter Start der ersten Samarium-Produktion.
- 2027-2028: Hochlauf zur vollen Kapazität für die Trennung schwerer seltener Erden, einschließlich Dysprosium und Terbium.
Dieser Zeitrahmen ist entscheidend, da er definiert, ab wann das Unternehmen die Nachfrage nach Hochleistungsmagneten unabhängig von China bedienen kann.
Blick auf den 21. Januar
Der nächste wichtige Termin für Aktionäre ist der 21. Januar 2026. Bei der Veröffentlichung der Quartalszahlen stehen drei Punkte im Fokus: die Erholung der Produktion in der Kalgoorlie-Anlage nach den Stromausfällen Ende 2025, die realisierten Preise für Neodym-Praseodym (NdPr) im aktuellen Marktumfeld sowie Updates zu den Kosten der Malaysia-Expansion. Solange die Lieferketten zwischen China und Japan gestört bleiben, fungiert Lynas als essenzielle Absicherung für den globalen Markt.
Lynas-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Lynas-Analyse vom 09. Januar liefert die Antwort:
Die neusten Lynas-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Lynas-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 09. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Lynas: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








