Lufthansa Aktie: Starke Zahlen, schwieriger Alltag
Rekordergebnis und Pilotenstreik gleichzeitig — Lufthansa steckt mitten in einem Widerspruch. Während der Konzern für 2025 solide Fundamentaldaten vorlegen kann, lähmt die Vereinigung Cockpit seit Donnerstagmitternacht den Betrieb an den wichtigsten Hubs. Zwei Tage, zwei Nächte, und diesmal erstmals auch die Regionaltochter CityLine betroffen.
Streik und Geopolitik als Doppelbelastung
Der Ausstand läuft bis Freitagabend um 23:59 Uhr und trifft die Kernmarke Lufthansa sowie die Cargo-Tochter. Lufthansa hat einen Sonderflugplan aufgelegt und gibt an, mehr als 50 Prozent des regulären Programms aufrechterhalten zu können — bei Langstrecken sogar 60 Prozent. Es ist bereits die zweite Streikwelle; eine eintägige Arbeitsniederlegung Mitte Februar hatte rund 800 Flüge gestrichen.
Im Kern des Konflikts stehen die Reform des betrieblichen Rentensystems sowie Forderungen nach jährlichen Gehaltserhöhungen von 3,3 Prozent. Die Verhandlungen sind festgefahren.
Dazu kommt die anhaltende Instabilität im Nahen Osten. Flüge nach Beirut sind bis Ende März ausgesetzt, Tel Aviv bis zum 2. April, Teheran sogar bis 30. April. Umwege über gesperrte Lufträume treiben den Treibstoffverbrauch und die Betriebskosten spürbar in die Höhe.
Gutes Ergebnis, erhöhte Dividende
Das operative Bild für 2025 fällt trotzdem klar positiv aus. Die Lufthansa Group erzielte einen Umsatz von 39,6 Milliarden Euro und ein operatives Ergebnis von 2 Milliarden Euro. Die Cargo-Sparte lieferte dabei einen besonders starken Beitrag: Das bereinigte EBIT stieg um 29 Prozent auf 324 Millionen Euro, getragen von robuster Nachfrage in Asien.
Für das abgelaufene Geschäftsjahr schüttet der Konzern 0,33 Euro je Aktie aus — zehn Prozent mehr als im Vorjahr. Die Hauptversammlung findet am 12. Mai statt. Für 2026 rechnet das Management mit Wachstum bei Umsatz, Ergebnis und Marge, auch wenn die aktuellen Störungen das erste Quartal belasten dürften.
Charttechnik: Kurs unter Druck
Die Aktie notiert aktuell bei 7,86 Euro und hat seit Jahresbeginn rund acht Prozent verloren. Gegenüber dem 52-Wochen-Hoch von 9,50 Euro aus dem Februar beträgt der Abstand mehr als 17 Prozent. Der Kurs liegt deutlich unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 8,77 Euro — ein Zeichen, dass der kurzfristige Trend abwärts zeigt.
Wie stark sich Streik und Nahost-Einschränkungen konkret auf das laufende Jahr auswirken, werden die Q1-Zahlen am 6. Mai zeigen. Das Restrukturierungsprogramm, das bis 2028 einen Ergebnisbeitrag von 2,5 Milliarden Euro anstrebt, und die geplante Senkung der deutschen Luftverkehrssteuer ab Juli 2026 könnten mittelfristig für Entlastung sorgen — sofern der Tarifkonflikt bis dahin gelöst ist.
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