Pilotenstreik heute, verlängerte Flugaussetzungen nach Dubai, und gleichzeitig die stärksten Jahreszahlen der Konzerngeschichte — Lufthansa navigiert gerade durch ein dichtes Gegenwind-Feld. Wie belastbar das Fundament ist, zeigen die Zahlen.

Zweite Streikwelle trifft Frankfurt und München

Die Vereinigung Cockpit hat für Donnerstag und Freitag rund 5.000 Piloten zum Ausstand aufgerufen — betroffen sind die Kernmarke Lufthansa, die Frachtsparte und erstmals auch Lufthansa CityLine. Kern des Konflikts: stockende Verhandlungen über das betriebliche Rentensystem sowie Gehaltsforderungen von 3,3 Prozent jährlich bis 2026.

Es ist bereits die zweite Streikwelle. Mitte Februar hatte ein eintägiger Ausstand rund 800 Flüge gestrichen. Der aktuelle Streik fällt nach Einschätzung der Gewerkschaft kleiner aus — Lufthansa gibt an, mehr als die Hälfte des geplanten Flugprogramms aufrechtzuerhalten, auf Langstrecken sogar 60 Prozent.

Nahost-Risiko bleibt kalkulierbar teuer

Parallel dazu verlängerte der Konzern gestern die Aussetzung aller Dubai-Flüge bis zum 28. März — begründet mit der Sicherheitslage im Nahen Osten und reduzierten Kapazitäten an beiden Dubais Flughäfen. Die Maßnahme gilt konzernweit: Eurowings, Austrian, SWISS und Brussels Airlines sind eingeschlossen, sofern sie unter Lufthansa-Marketingcodes operieren. Tel Aviv bleibt bis 2. April gesperrt, Teheran sogar bis 30. April.

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Was die Streckenaussetzungen kostspielig macht, sind nicht nur entgangene Erlöse. Langstreckenflüge ab Frankfurt und München, die normalerweise über den Golf führen, nehmen derzeit nördliche Umwege über die Türkei und den Kaukasus — mit bis zu zwei Stunden Mehrflugzeit und tausenden Euro Mehrkosten je Rotation.

Starke Basis, ambitionierte Prognose

Gegen diese Belastungen steht ein solides Fundament: Für 2025 meldete der Konzern einen Umsatz von 39,6 Milliarden Euro und ein operatives Ergebnis von 2 Milliarden Euro. Die Frachtsparte lieferte dabei besonders stark — Lufthansa Cargo steigerte sein bereinigtes EBIT um 29 Prozent auf 324 Millionen Euro, getragen von robuster Nachfrage aus Asien.

Für 2026 peilt das Management ein operatives Ergebnis von 2,3 Milliarden Euro an — ein Plus von 19 Prozent. Rückenwind kommt auch von der Kostenseite: 82 Prozent des Kerosinbedarfs sind bereits abgesichert, und eine Senkung der deutschen Luftverkehrssteuer soll zum 1. Juli 2026 greifen. Zur Hauptversammlung am 12. Mai schlägt der Vorstand eine Dividende von 0,33 Euro je Aktie vor — zehn Prozent mehr als im Vorjahr.

Die Aktie notiert aktuell bei 7,71 Euro und hat in den vergangenen 30 Tagen rund 13 Prozent verloren — der Markt preist die kurzfristigen Belastungen sichtbar ein. Einen ersten Datenpunkt zur tatsächlichen Schadenshöhe liefern die Q1-Ergebnisse am 6. Mai 2026.

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