Die Lufthansa blickt auf das stärkste Geschäftsjahr ihrer Unternehmensgeschichte zurück. Trotz eines operativen Gewinns von zwei Milliarden Euro schickten Anleger das Papier zuletzt auf Talfahrt. Ein zweitägiger Pilotenstreik und anhaltende Flugausfälle im Nahen Osten überlagern die fundamentalen Erfolge maßgeblich.

Streiks und Krisen belasten

Bis Freitag um Mitternacht legte die Vereinigung Cockpit weite Teile des Flugbetriebs lahm. Neben der Kernmarke und der Cargo-Tochter traf der Ausstand im Ringen um Rentenreformen und höhere Gehälter erstmals auch den Regionalcarrier CityLine. Es war bereits die zweite Streikwelle innerhalb weniger Wochen.

Gleichzeitig zwingt die geopolitische Lage im Nahen Osten den Konzern zu weitreichenden Flugstreichungen. Verbindungen nach Dubai, Tel Aviv und Teheran fallen teils bis Ende April aus. Die notwendigen Umwege für Asien-Routen treiben den Treibstoffverbrauch spürbar in die Höhe und stören das gesamte Netzwerk.

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Fundamentale Stärke ignoriert

Diese operativen Hürden überschatten eine historisch starke Bilanz. Für das abgelaufene Jahr 2025 meldete der Konzern einen Umsatz von 39,6 Milliarden Euro und eine operative Marge von 4,9 Prozent. Auch der Ausblick auf 2026 fällt mit einem anvisierten operativen Ergebnis von 2,3 Milliarden Euro optimistisch aus. Zur Absicherung gegen Preisschwankungen hat die Airline bereits 82 Prozent ihres Kerosinbedarfs für das laufende Jahr gesichert.

Am Aktienmarkt zählt diese fundamentale Stärke derzeit wenig. Mit einem Schlusskurs von 7,61 Euro am Freitag verzeichnete der Titel auf Wochensicht ein Minus von über sieben Prozent. Damit rutschte der Kurs auch unter den langfristig wichtigen 200-Tage-Durchschnitt bei 7,99 Euro. Analysten von J.P. Morgan, der Deutschen Bank und der DZ Bank blieben angesichts der unruhigen Nachrichtenlage zuletzt zurückhaltend und bestätigten unisono ihre "Hold"-Einstufungen.

Kostensenkungen im Fokus

Um die Profitabilität weiter abzusichern, treibt das Management ein strukturelles Effizienzprogramm voran. Bis 2030 sollen rund 4.000 Verwaltungsstellen abgebaut werden. Zusätzliche Entlastung auf der Kostenseite verspricht die geplante Senkung der deutschen Luftverkehrsteuer ab Juli 2026.

Kurzfristig richtet sich der Fokus auf die schrittweise Wiederaufnahme der Nahost-Verbindungen Ende März. Fundamental entscheidend werden die Zahlen zum ersten Quartal am 6. Mai 2026. Diese müssen belegen, ob das ambitionierte Jahresziel trotz der jüngsten Streikkosten realistisch bleibt, bevor am 12. Mai die Hauptversammlung über die geplante Dividende von 0,33 Euro abstimmt.

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