Neue Gerichtsdokumente bringen das US-Verteidigungsministerium in Erklärungsnot. Kurz vor dem Ausschluss von Anthropic als „Sicherheitsrisiko“ signalisierte das Pentagon intern noch weitgehende Einigkeit mit dem KI-Entwickler. Während der juristische Streit eskaliert, stürmt das Unternehmen bei den Geschäftszahlen auf neue Rekordwerte.

Widersprüchliche Signale aus dem Pentagon

Interne E-Mails, die am Wochenende bei einem Bundesgericht in Kalifornien eingereicht wurden, werfen ein neues Licht auf den Bruch zwischen Anthropic und der US-Regierung. Ein Schreiben vom 4. März 2026 deutet darauf hin, dass beide Parteien kurz vor einer Einigung standen. In der Korrespondenz ging es um sensible Themen wie autonome Waffen und Massenüberwachung.

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Dieselben Punkte dienten dem Pentagon später als Begründung, um das Unternehmen auf eine schwarze Liste zu setzen. Sarah Heck, Strategiechefin bei Anthropic, widerspricht zudem der Darstellung der Regierung, das Unternehmen habe Mitsprache bei Militäroperationen gefordert. Die plötzliche Einstufung als Risiko für die Lieferkette scheint laut den Unterlagen auf eine direkte Intervention der Exekutive zurückzugehen.

Keine Hintertüren für Sabotage

Ein zentraler Punkt der Verteidigung betrifft die technische Architektur der Claude-KI-Modelle. In gesicherten, vom Internet getrennten Systemen der Regierung hat Anthropic nach eigenen Angaben keinen Zugriff mehr auf die Software. Thiyagu Ramasamy, Leiter des öffentlichen Sektors bei Anthropic, betonte in seiner Aussage, dass es weder einen „Kill Switch“ noch eine Hintertür für externe Eingriffe gebe.

Sämtliche Updates müssten sowohl vom Verteidigungsministerium als auch von Amazon Web Services freigegeben werden. Damit liege die operative Kontrolle vollständig in den Händen des Staates. Das Unternehmen versucht so, die Vorwürfe einer möglichen Sabotage zu entkräften.

Kommerzieller Siegeszug trotz Rechtsstreit

Abseits des Gerichtssaals dominiert Anthropic zunehmend den Markt für Unternehmens-KI. Im März 2026 erreichte das Unternehmen einen annualisierten Umsatz von 20 Milliarden US-Dollar. Ende 2025 lag dieser Wert noch bei 9 Milliarden Dollar.

Besonders deutlich wird die Verschiebung beim Blick auf die Budgets der US-Konzerne. Anthropic konnte seinen Anteil an den Ausgaben für KI auf 40 Prozent steigern. Gleichzeitig fiel der Marktanteil des Hauptkonkurrenten OpenAI von 50 auf 27 Prozent. Inzwischen nutzt jedes fünfte US-Unternehmen die Tools von Anthropic.

Nutzer zwischen Effizienz und Skepsis

Parallel zum Rechtsstreit veröffentlichte Anthropic eine weltweite Studie unter mehr als 80.000 Nutzern. Die Ergebnisse zeigen eine wachsende Abhängigkeit von KI-Systemen zur Arbeitsentlastung. Allerdings bleiben Vorbehalte bestehen: Rund 27 Prozent der Befragten sorgen sich um die Zuverlässigkeit der Technik, während 22 Prozent negative wirtschaftliche Folgen durch Automatisierung befürchten.

Am Dienstag, den 24. März 2026, steht ein entscheidender Termin vor dem Bezirksgericht in San Francisco an. Richterin Rita Lin wird darüber entscheiden, ob eine einstweilige Verfügung gegen das Pentagon erlassen wird. Ein Erfolg könnte Anthropic den Weg zurück zu lukrativen Regierungsaufträgen ebnen und einen Präzedenzfall für die gesamte Branche schaffen.

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