Morgan Stanley überrascht mit einem ungewöhnlichen Schritt: Die US-Bank stuft die Lufthansa-Aktie direkt von „Underweight" auf „Overweight" hoch – unter Auslassung der neutralen Bewertung. Solche „Double-Upgrades" sind selten und gelten als starkes Vertrauenssignal. Parallel verstärkt der Konzern seine Digitalisierungsoffensive mit einer KI-Partnerschaft.

Die wichtigsten Fakten:

  • Aktie klettert auf 9,21 Euro – höchster Stand seit August 2025
  • Morgan Stanley überspringt neutrale Einstufung bei Hochstufung
  • Neun Konzern-Airlines implementieren KI-Lösung „Nevio" von Amadeus
  • Luftfrachtvolumen 2025 um 4 Prozent gewachsen
  • KGV bei 6,63 – attraktiv für Value-Investoren

Amadeus-Deal trifft Nerv der Digitalisierung

Zeitgleich zur Analystenmeinung verkündete die Lufthansa Group eine erweiterte Kooperation mit dem Technologieanbieter Amadeus. Die KI-basierte Plattform „Nevio" soll bei neun Airlines des Konzerns das Ticketing und die Kundenbetreuung modernisieren. Austrian Airlines, Brussels Airlines, Swiss und Lufthansa selbst gehören zu den ersten Nutzern.

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Die Technologie ermöglicht personalisierte Angebote entlang der gesamten Reisekette. Für den Konzern bedeutet dies potenziell höhere Margen durch effizienteres Upselling. Die Umstellung auf die modernen IATA-Order-Standards verschafft zudem mehr Flexibilität im Wettbewerb. Der Schritt fügt sich in die „Matrix Next Level"-Strategie ein, mit der die Lufthansa die Profitabilität im Passagiergeschäft steigern will.

Rückenwind aus dem Frachtgeschäft

Die operative Basis des Konzerns festigt sich. Marktdaten von Xeneta zeigen für Dezember 2025 ein Plus von 6 Prozent bei den Luftfrachtvolumina gegenüber dem Vorjahr. Da Lufthansa Cargo traditionell ein wichtiger Ergebnistreiber ist, stützen diese Zahlen die Gesamtperformance. Im dritten Quartal 2025 übertraf der Konzern mit 0,95 US-Dollar Gewinn je Aktie leicht die Erwartungen von 0,94 US-Dollar.

Die Hochstufung durch Morgan Stanley ist bereits die zweite positive Neubewertung binnen weniger Wochen. Mitte Dezember hatte Kepler Capital Markets die Aktie von „Hold" auf „Strong-Buy" angehoben. Der Analystenkonsens, der zuvor überwiegend auf „Hold" lautete, hellt sich spürbar auf.

Am Donnerstagmittag notierte die Aktie bei 9,11 Euro, nachdem sie zuvor auf 9,21 Euro gestiegen war. Gewinnmitnahmen drückten den Kurs leicht zurück. Ein nachhaltiger Ausbruch über die 9,21-Euro-Marke würde charttechnisch den Weg in Richtung 10 Euro ebnen. Bei moderater Bewertung und verbesserten Fundamentaldaten hat sich das Chance-Risiko-Verhältnis zum Jahresstart 2026 verschoben.

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