Nach dem Absturz auf ein neues Jahrestief in der vergangenen Woche versucht die DocMorris-Aktie zum Quartalsabschluss die Wende. Während leichte Kursgewinne am Dienstagmorgen für erste Entlastung sorgen, dämpfen Analysten mit deutlichen Kursziel-Senkungen die Erwartungen. Das Vertrauen der Märkte hängt nun maßgeblich an der Geschwindigkeit der E-Rezept-Einführung.

Im Handel an der SIX Swiss Exchange kletterte das Papier am Vormittag um 0,7 Prozent auf 4,30 CHF. Damit entfernt sich der Titel zwar schrittweise von seinem Tiefpunkt bei 3,92 CHF, bleibt jedoch weit hinter dem Vorjahresniveau zurück. Im Mai 2025 notierte die Aktie noch bei über 12 CHF. Die aktuelle Stabilisierung wirkt im Vergleich zum massiven Wertverlust der vergangenen Monate eher wie ein vorsichtiges Tasten nach einem Fundament.

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Berenberg kappt das Kursziel

Die Skepsis der Profi-Anleger ist deutlich spürbar. Die Privatbank Berenberg reagierte zuletzt und senkte ihr Kursziel von 8,10 CHF auf 4,45 CHF. Zwar bleibt die Einstufung auf „Hold“, die Begründung wiegt jedoch schwer: Die Experten korrigierten ihre Umsatzprognosen für die Jahre 2026 bis 2028 nach unten. Der Grund liegt im schleppenden Ausbau des Geschäfts mit elektronischen Rezepten, dessen Marktdurchlauf die Analysten nun deutlich konservativer einschätzen.

Zusätzlich belasten die erwarteten Verluste für das laufende Geschäftsjahr das Sentiment. Experten rechnen für 2026 mit einem Fehlbetrag von etwa 1,64 CHF je Aktie. Die Hoffnung der Bullen ruht nun auf der operativen Disziplin des Managements. Dieses hält bislang an seinem Versprechen fest, im Verlauf des Jahres 2026 die Gewinnschwelle beim bereinigten EBITDA zu erreichen.

Weichenstellung im April

Ein erster Beleg für die Belastbarkeit dieser Prognose steht kurz bevor. Am 16. April 2026 veröffentlicht DocMorris die Geschäftsentwicklung für das erste Quartal. Marktteilnehmer erwarten hierbei insbesondere Details zur Effizienzsteigerung durch die Zentralisierung der Logistik am Standort Heerlen sowie zur Entwicklung der Margen im Rx-Bereich. Wenige Wochen später, am 12. Mai, folgt die Hauptversammlung, bei der die personelle Besetzung des Verwaltungsrats im Mittelpunkt steht.

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