Lufthansa Aktie: Jubiläum unter Druck
Zum Jahresstart 2026 droht bei der Lufthansa ein harter Realitätscheck. Während der Konzern am 6. Januar sein 100-jähriges Firmenjubiläum unter dem Motto "We are the journey" feiert, bringt sich die Gewerkschaft Verdi bereits in Stellung. Statt reiner Sektlaune dominieren neue Tarifforderungen und Kritik am laufenden Sparkurs die Agenda – eine Mischung, die Anleger genau beobachten sollten.
- Jubiläum: 100 Jahre "Luft Hansa" am 6. Januar 2026.
- Konflikt: Start der Tarifrunde Bodenpersonal am 19. Januar.
- Forderung: 6 Prozent mehr Gehalt, mindestens 250 Euro.
- Hoffnung: ITA Airways vor Aufnahme in die Star Alliance.
Verdi fordert 6 Prozent mehr Lohn
Der Arbeitsfrieden bei der Kranich-Airline steht auf dem Prüfstand. Für die am 19. Januar beginnende Tarifrunde hat Verdi klare Forderungen auf den Tisch gelegt: Die Gehälter des Bodenpersonals sollen um 6 Prozent steigen, mindestens jedoch um 250 Euro monatlich. Auch die Ausbildungsvergütungen sollen um 175 Euro angehoben werden.
Zwar fallen diese Ansprüche moderater aus als die Rekordforderung von 500 Euro im Jahr 2024, doch das Konfliktpotenzial liegt diesmal tiefer. Verdi kritisiert das Effizienzprogramm "Turnaround" der Kernmarke Lufthansa Airlines massiv. Die geplanten Einsparungen und möglichen Auslagerungen in der Verwaltung stoßen auf Widerstand. Sollte der Konzern hier keine Beschäftigungssicherung garantieren, droht die Gewerkschaft mit Gegenwind. Marktbeobachter sehen hier das Risiko von Warnstreiks im Februar, falls der Auftakt Mitte Januar keine Annäherung bringt.
Hoffnungsträger ITA und Chart-Lage
Gegenpol zu den tariflichen Sorgen bildet die Integration der italienischen Tochter ITA Airways. Hier erwartet der Markt Anfang 2026 die volle Aufnahme in die Star Alliance. Strategisch gilt dies als entscheidender Hebel, um die Netzwerke von Rom, Frankfurt und München zu verzahnen und Marktanteile auf den lukrativen Routen nach Südamerika und Afrika zu sichern.
Der Aktienkurs spiegelt die aktuelle Unsicherheit wider. Nach einem Wochenverlust von rund 12 Prozent schloss das Papier am Freitag bei 8,58 Euro. Damit kämpft der Titel darum, die wichtige Unterstützung im Bereich von 8,50 Euro zu verteidigen. Ein Rutsch darunter könnte das charttechnische Bild eintrüben, auch wenn der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt (7,43 Euro) noch ein Polster bietet. CEO Carsten Spohr steht vor der Aufgabe, die Profitabilität der Kernmarke zu steigern, ohne den Betriebsfrieden dauerhaft zu gefährden.
Anleger müssen den 19. Januar rot im Kalender markieren. Der Verhandlungsauftakt wird zeigen, ob eine schnelle, geräuschlose Einigung möglich ist oder ob Arbeitskampfmaßnahmen das Ergebnis des wichtigen ersten Quartals belasten werden.
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