Zwei Baustellen gleichzeitig: Während am Montag in Frankfurt die Tarifverhandlungen für 20.000 Bodenbeschäftigte starteten, stufte Barclays die Aktie herab. Die Gewerkschaft Verdi fordert kräftige Lohnerhöhungen, gleichzeitig verzögert sich die Einführung der gewinnträchtigen Premium-Sitze. Für die Lufthansa wird der Januar zum Stresstest.

Die Fakten auf einen Blick:

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  • Tarifverhandlungen: Verdi fordert 6% mehr Lohn oder mindestens 250 Euro monatlich
  • Barclays senkt Rating von "Equal Weight" auf "Underweight"
  • Neue "Allegris"-Business-Class verzögert sich bis April 2026
  • Betroffen: Rund 20.000 Beschäftigte in Check-in, Technik und Logistik

Verdi setzt auf soziale Komponente

Die Gewerkschaft kombiniert eine prozentuale Forderung mit einem Sockelabsolutbetrag – eine Strategie, die vor allem Geringverdiener begünstigt und die Kostenlast für den Konzern erhöht. Bei einer angestrebten Laufzeit von nur zwölf Monaten würde bereits im kommenden Jahr eine neue Verhandlungsrunde anstehen. Die Kranich-Airline kämpft nach der Pandemie um nachhaltige Profitabilität, der branchenweite Personalmangel verschärft die Verhandlungsposition der Arbeitnehmerseite zusätzlich.

Analysten sehen Premium-Problem

Barclays begründet die Herabstufung mit der verschobenen FAA-Zulassung für die neue "Allegris"-Business-Class in der Boeing-787-Flotte. Erst ab April soll die moderne Kabine zum Einsatz kommen – ein direkter Rückschlag für Lufthansas Strategie, sich über Premium-Angebote von Billigkonkurrenten abzuheben. Das lukrative Langstrecken-Segment bleibt vorerst unter seinen Möglichkeiten.

Was jetzt zählt

Die kommenden Wochen werden zeigen, ob Lufthansa und Verdi schnell zu einer Einigung finden oder ob Warnstreiks den Flugbetrieb belasten. Am 6. März folgen die Geschäftszahlen für das vierte Quartal 2025 – dann wird sich zeigen, wie solide die Basis für höhere Lohnkosten tatsächlich ist. Die Aktie notiert aktuell bei 8,43 Euro und liegt damit knapp 17 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von Dezember.

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