Lufthansa Aktie: Rekordjahr
Rekordumsatz, deutlich höherer operativer Gewinn – und trotzdem ein leicht niedrigerer Nettogewinn. Lufthansa zeigt mit den Jahreszahlen, dass der operative Turnaround greift, während Steuereffekte das Konzernergebnis verzerren. Wie belastbar ist diese Verbesserung – und was treibt sie wirklich?
Operativ deutlich stärker – Nettogewinn durch Steuern gedrückt
Im abgelaufenen Geschäftsjahr steigerte Lufthansa den Umsatz um 5% auf den Rekordwert von 39,6 Mrd. Euro. Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT) legte um rund 19% auf 1,96 Mrd. Euro zu. Die operative Marge kletterte auf 4,9% nach 4,4% im Vorjahr.
Unter dem Strich fiel der Nettogewinn jedoch um 3% auf 1,34 Mrd. Euro. Der Grund laut Unternehmen: negative Steuereffekte durch die Neubewertung von Verlustvorträgen. Für Aktionäre dürfte vor allem eine andere Zahl hängen bleiben: Trotz des geringeren Überschusses soll die Dividende um 10% auf 0,33 Euro je Aktie steigen.
Kosten sinken, Betrieb stabilisiert sich
Ein wichtiger Ergebnistreiber kam von der Kostenseite. Niedrigere Treibstoffkosten entlasteten das Ergebnis um rund 0,5 Mrd. Euro. Zusätzlich fielen die hohen Streikkosten aus dem Vorjahr weg.
Spürbar half auch die stabilere operative Lage. Die direkten Kosten durch Flugausfälle und Verspätungen gingen zurück. Besonders deutlich zeigt sich das bei Entschädigungszahlungen: Sie sanken gegenüber dem Vorjahr um 362 Mio. Euro (nach zuvor 843 Mio. Euro). Die Kernmarke Lufthansa Airlines verbesserte ihr Jahresergebnis um rund 250 Mio. Euro und erreichte wieder eine positive bereinigte EBIT-Marge von 0,9%. Dahinter stehen laut Konzern Fortschritte in Effizienzprogrammen mit rund 700 Einzelmaßnahmen sowie der Ausbau von Lufthansa City Airlines und Discover Airlines.
Langstrecke im Wandel – mehr Direktflüge als Chance
Gegenwind kam ausgerechnet aus einer traditionell wichtigen Region: Auf den transatlantischen Routen schwächte sich die Nachfrage ab, im dritten Quartal gerieten die Ticketpreise unter Druck.
Gleichzeitig verändert sich der Markt: Der anhaltende Nahostkonflikt beeinträchtigt Umsteigeverbindungen der Konkurrenz über große Drehkreuze auf der arabischen Halbinsel. Lufthansa registriert deshalb eine stark steigende Nachfrage nach Direktflügen nach Asien und Afrika. Das Management prüft konkret zusätzliche Frequenzen, unter anderem nach Singapur, Indien, China und Südafrika.
Für 2026 stellt der Konzern ein Ergebnis über dem Vorjahresniveau in Aussicht. Um Schwankungen bei Kerosinpreisen abzufedern, hat Lufthansa bereits 80% des Kerosinbedarfs für 2026 über Termingeschäfte fixiert. Parallel läuft die Flottenmodernisierung: Bis Ende 2026 soll rund ein Drittel der Konzernflugzeuge zur neuesten und treibstoffeffizientesten Generation gehören.
Am Markt blieb die Stimmung zuletzt dennoch verhalten: Die Aktie notiert heute bei 8,08 Euro (-1,82%) und liegt damit auch klar unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 8,83 Euro – ein Zeichen, dass Anleger die operative Verbesserung zwar sehen, aber die Unsicherheiten im Langstreckenumfeld weiter einpreisen.
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