Die Lufthansa-Aktie verliert am Freitag an Boden, während der Gesamtmarkt freundlich tendiert. Belastend wirkt eine zurückhaltende Barclays-Analyse – und die Realität gibt dem Analysten prompt recht: Bei der Tochter Swiss fallen wetterbedingt Dutzende Flüge aus.

Die wichtigsten Fakten:
- Barclays bestätigt "Equal Weight" mit Kursziel 7,70 Euro (Abwärtspotenzial: 14%)
- Swiss musste seit Jahresbeginn bereits 57 Flüge streichen
- Analyst warnt vor Tarifverhandlungen und Wetterstörungen
- Aktie notiert bei 8,98 Euro, minus 1,04 Prozent

Zwischen Modernisierung und Wetter-Chaos

Analyst Andrew Lobbenberg von Barclays zeichnet ein gespaltenes Bild: Mittelfristig lobt er den Fokus auf Rentabilität durch Flottenerneuerung und Umstrukturierungen im Streckennetz. Das Frachtgeschäft bleibe stark, die digitale Transformation schreite voran.

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Kurzfristig jedoch sieht Lobbenberg erhebliche Risiken. Neben anstehenden Tarifverhandlungen nennt er explizit "Wetterstörungen" – und genau diese materialisieren sich gerade bei der Swiss. Für die kommenden Tage rechnet die Airline mit weiteren Annullierungen, was die Margen im ersten Quartal belasten dürfte.

Markt zeigt sich vorsichtig

Die Kursschwäche verdeutlicht die Sensibilität der Anleger gegenüber operativen Störungen. Während das DAX-Umfeld über 25.000 Punkte notiert, haben zyklische Werte wie Lufthansa einen schweren Stand. Das Handelsvolumen blieb mit 1,9 Millionen Aktien auf Xetra moderat.

Positiv zu werten ist die vertiefte Kooperation mit IT-Dienstleister Amadeus. Die neue "Order ID" soll Buchungsprozesse vereinfachen und langfristig Kosten senken. Zudem steht das 100-jährige Jubiläum des Konzerns an.

Tarifverhandlungen im Fokus

Für die kommenden Wochen rücken die von Barclays thematisierten Tarifverhandlungen in den Vordergrund. Charttechnisch kämpft die Aktie darum, die Marke von 9,00 Euro zurückzuerobern. Ein nachhaltiges Abrutschen unter 8,90 Euro könnte weiteren Verkaufsdruck auslösen und das Barclays-Kursziel von 7,70 Euro wahrscheinlicher machen.

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