Der Precision Strike Missile-Monat von Lockheed Martin hatte es in sich. Innerhalb weniger Wochen feierte die Langstreckenwaffe ihren ersten Kampfeinsatz — und absolvierte kurz darauf einen wegweisenden Testflug der nächsten Generation.

Vom Gefecht in den Testbereich

Ende Februar 2026 startete die Operation Epic Fury gegen iranische Ziele. Die US-Armee setzte dabei erstmals die PrSM operativ ein, die seit 2023 im Dienst ist. Lockheed Martin war der mit Abstand größte Ausrüster der Operation: F-22, F-35, HIMARS mit PrSM, THAAD-Abfangsysteme und Patriot PAC-3 — alle fünf Schlüsselsysteme stammten aus dem Konzern.

Keine zwei Wochen nach dem Kampfdebüt folgte der nächste Meilenstein. Am 12. März absolvierte die PrSM Increment 2 ihren ersten Testflug erfolgreich. Das Geschoss legte dabei 350 Kilometer zurück, abgefeuert aus einem HIMARS-Werfer, und demonstrierte seinen neuen Multimode-Suchkopf — inklusive der Fähigkeit, bewegliche Seeziele zu erfassen und zu bekämpfen.

Mehr Reichweite, mehr Zielspektrum

Increment 2 — auch als landgestütztes Anti-Schiff-Geschoss bekannt — erweitert die bisherige Landangriffsmission um eine maritime Komponente. Entscheidend für die Streitkräfte: Das System ist vollständig kompatibel mit bestehenden HIMARS- und M270A2-Werfern, was Logistik und Einführung vereinfacht.

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Das Programm befindet sich aktuell in der Technologiereifephase, ein Preliminary Design Review läuft. Weitere Testflüge sind für den Rest des Jahres 2026 geplant. Parallel dazu konkurrieren Lockheed Martin und ein Team aus Northrop Grumman und Raytheon um den Auftrag für Increment 4, das eine Reichweite von über 1.000 Kilometern erreichen soll. Den ersten Kauf von zehn Increment-2-Suchköpfen erhofft sich das Beschaffungsamt für Juni oder Juli dieses Jahres.

Rechtliche Belastung trifft auf solide Basis

Neben den operativen Erfolgen wächst der rechtliche Gegenwind. Die Kanzlei Napoli Shkolnik hat im Namen des puerto-ricanischen Unternehmens SDR Group eine Bundesklage über 4,25 Milliarden Dollar eingereicht. Der Vorwurf: Lockheed-Mitarbeiter, Berater und Lieferanten sollen SDR als vermeintliche Vertrauenspartner genutzt haben, um deren Geschäftsmodell zu übernehmen und das konkurrierende Unternehmen AT2 Aerospace zu gründen — und SDR dabei aus einem 3,4-Milliarden-Dollar-Deal herausgedrängt haben. Zusammen mit einem laufenden Steuerstreit über 4,6 Milliarden Dollar erhöht die neue Klage die Unsicherheit über künftige Mittelabflüsse spürbar.

Das operative Fundament bleibt davon bislang unberührt. Lockheed erzielte 2025 einen Umsatz von 75 Milliarden Dollar — ein Plus von sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr — und schloss das Jahr mit einem Rekordauftragsbestand von 194 Milliarden Dollar ab. Für 2026 erwartet der Konzern einen freien Cashflow zwischen 6,5 und 6,8 Milliarden Dollar, womit die jährliche Dividendenverpflichtung von rund drei Milliarden Dollar komfortabel gedeckt ist. Die nächste Quartalsdividende von 3,45 Dollar je Aktie wird am 27. März ausgezahlt.

Die Aktie notiert aktuell rund sieben Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch, hat im Jahresvergleich aber gut 34 Prozent zugelegt — ein Kurs, der die starke Auftragslage widerspiegelt, die rechtlichen Risiken aber noch nicht vollständig einpreist.

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