Lockheed Martin liefert nicht nur neue Systeme aus, sondern baut zugleich die Produktion für zentrale Raketenabwehrprogramme deutlich aus. Genau diese Mischung aus operativen Fortschritten und prall gefülltem Auftragsbuch prägt aktuell den Blick des Marktes. Gleichzeitig zeigen neue Meldungen: Nicht jeder Großanleger bleibt an Bord.

Institutionelle Verkäufe: Signal oder Routine?

Aus aktuellen 13F-Meldungen geht hervor, dass Bridges Investment Management seine Position im dritten Quartal 2025 massiv reduziert hat. Der Vermögensverwalter trennte sich von 30.322 Aktien, was einem Rückgang um rund 81,1% entspricht. Zum Ende des Berichtszeitraums blieben 7.044 Aktien im Bestand – bewertet mit etwa 3,5 Mio. US-Dollar.

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Solche Bewegungen können viele Gründe haben, etwa Umschichtungen oder Risikosteuerung. Fest steht: Die Meldung fällt in eine Phase, in der Lockheed operativ eher positive Nachrichten liefert.

Programme ziehen an: Radar geliefert, Produktion soll hochfahren

Operativ meldete der Konzern am Montag einen wichtigen Schritt im Radarprogramm: Die erste Sentinel-A4-Einheit aus dem LRIP-2-Los wurde an die US-Armee ausgeliefert. Die neue Generation soll unterschiedliche Luftbedrohungen wie Marschflugkörper und Drohnen erkennen und verfolgen – und ältere Sentinel-A3-Modelle ersetzen.

Noch gewichtiger für die mittelfristige Perspektive ist die Produktionsseite. Lockheed hat mit dem US-Verteidigungsministerium eine Rahmenvereinbarung geschlossen, um Kapazitäten für Raketenabwehrsysteme deutlich auszuweiten:

  • THAAD-Abfangraketen: Produktion soll vervierfacht werden
  • PAC-3-Raketen: Ausstoß soll spürbar steigen

Der Ausbau passt zu dem zuletzt gemeldeten Rekord-Auftragsbestand von rund 194 Mrd. US-Dollar. Der Kernpunkt: Die Nachfrage nach moderner Luft- und Raketenabwehr ist hoch genug, dass nicht nur bestellt, sondern nun auch Skalierung gefordert wird.

Zahlen, Ausblick und Analysten-Reaktionen

Im vierten Quartal 2025 kam Lockheed auf 20,3 Mrd. US-Dollar Umsatz. Das Ergebnis je Aktie lag bei 5,80 US-Dollar und verfehlte damit laut Bericht teilweise Erwartungen. Im Nachgang passten Analysten ihre Zielmarken an: Truist erhöhte auf 695 US-Dollar, RBC Capital auf 650 US-Dollar.

Für 2026 stellt das Unternehmen 77,5 bis 80,0 Mrd. US-Dollar Umsatz in Aussicht. Die Botschaft dahinter ist klar: Der hohe Auftragsbestand soll sich weiter in Wachstum übersetzen.

An der Börse bleibt der Titel nah am Rekordniveau: Der aktuelle Kurs liegt bei 636,00 US-Dollar, nachdem am Montag bei 640,40 US-Dollar zugleich ein neues 52-Wochen-Hoch markiert wurde.

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