Lockheed Martin Aktie: Taiwan-Deal stützt Rally
Die Lockheed Martin Aktie startet mit gleich zwei konkreten Vertragsabschlüssen in die neue Handelswoche. Am Wochenende sicherte sich der Rüstungskonzern einen Auftrag aus Taiwan über bis zu 203 Millionen US-Dollar für die Wartung von Patriot-Luftabwehrsystemen. Parallel dazu lieferte das Unternehmen erstmals einen Super Hercules Transportflieger nach Lateinamerika. Beide Ereignisse zeigen: Die geopolitische Lage spielt Lockheed derzeit in die Karten.
Taiwan zahlt 203 Millionen für Patriot-Wartung
Am Samstag vergab die US-Regierung offiziell den Auftrag zur Instandhaltung von Taiwans PAC-3-Luftabwehrraketen an Lockheed Martin. Der Vertrag hat ein Maximalvolumen von 203 Millionen Dollar, wovon initial 55,4 Millionen freigegeben wurden.
Die Eckdaten im Überblick:
- Reparatur und Rezertifizierung von Patriot PAC-3 Raketen
- Verlängerung der Nutzungsdauer auf etwa 30 Jahre
- Abschluss der Arbeiten bis Ende Juni 2028
- Finanzierung durch Taiwan über das US-FMS-Programm
Taiwan betreibt mindestens sieben PAC-3-Feuereinheiten. Der Wartungsvertrag sichert Lockheed damit wiederkehrende Einnahmen über Jahre hinweg – ein typisches Beispiel für das Service-Geschäft, das bei Rüstungskonzernen oft stabiler läuft als das Neugeschäft.
Mexiko erhält ersten C-130J – Premiere für Lateinamerika
Ebenfalls am 24. Januar übergab Lockheed Martin die erste C-130J-30 Super Hercules an die mexikanische Luftwaffe. Es ist das erste Mal, dass diese moderne Transportflugzeug-Variante in Lateinamerika zum Einsatz kommt. Mexiko plant den Einsatz für humanitäre Missionen, Katastrophenhilfe und Truppentransporte.
Für Lockheed öffnet diese Lieferung potenziell einen neuen Markt. Viele lateinamerikanische Streitkräfte nutzen noch veraltete Flotten – eine Chance für weitere Modernisierungsaufträge in der Region.
Geopolitik treibt Nachfrage nach Luftabwehr
Die strategische Bedeutung von Lockheeds Produktpalette nimmt aktuell zu. Berichten vom 25. Januar zufolge verlegen die USA zusätzliche Patriot- und THAAD-Systeme in den Nahen Osten, um ihre Truppen am Persischen Golf vor iranischen Bedrohungen zu schützen.
Parallel dazu veröffentlichte Washington am Wochenende die National Defense Strategy 2026. Die Strategie nennt China als zentrale Herausforderung und fordert den Ausbau der heimischen Verteidigungsindustrie. Als Hauptlieferant der dafür nötigen Defensivsysteme profitiert Lockheed Martin direkt von dieser politischen Weichenstellung.
Bewertung bleibt ambitioniert
Nach einem leichten Minus von 0,53 Prozent schloss die Aktie am Freitag bei 590,82 Dollar. Die mittelfristige Entwicklung zeigt jedoch klar nach oben: In den vergangenen 30 Tagen legte der Titel um knapp 22 Prozent zu. Das KGV liegt aktuell bei etwa 33 – eine deutliche Prämie gegenüber dem historischen Durchschnitt.
Analysten von Seaport Research reagierten auf die starke Auftragslage und hoben ihr Kursziel auf 664 Dollar an. Die hohe Bewertung wird durch den kontinuierlichen Zufluss konkreter Verträge wie den Taiwan-Deal gerechtfertigt. Für diese Woche wird entscheidend sein, ob die Aktie nach den Wochenend-News die psychologisch wichtige Marke von 600 Dollar nachhaltig überwinden kann.
Lockheed-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Lockheed-Analyse vom 25. Januar liefert die Antwort:
Die neusten Lockheed-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Lockheed-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 25. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Lockheed: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








