Leonardo Aktie: Laser-Allianz treibt
Die Leonardo-Aktie klettert am Dienstag auf neue Mehrjahreshöchstkurse und notiert zeitweise bei 54,72 Euro – ein Plus von über 108 Prozent binnen zwölf Monaten. Verantwortlich für den jüngsten Schub ist eine strategische Weichenstellung im Bereich Zukunftstechnologie: Der europäische Raketenkonzern MBDA, an dem Leonardo zu 25 Prozent beteiligt ist, gründet gemeinsam mit Rheinmetall ein Joint Venture für Hochenergie-Laserwaffen. Der Markt für solche Systeme boomt, getrieben durch die wachsende Bedrohung durch Drohnen und Marschflugkörper.
US-Tochter liefert zusätzlichen Schwung
Parallel dazu sorgt die an der Nasdaq gelistete Tochter Leonardo DRS für positive Impulse. Die Aktie legte am Montag um 3,85 Prozent auf 36,12 US-Dollar zu, nachdem John Baylouny zum 1. Januar offiziell das Ruder als neuer CEO übernommen hatte. Investoren honorieren seine angekündigte strategische Ausrichtung. Zusätzlich unterzeichnete DRS eine Absichtserklärung mit dem saudi-arabischen Verteidigungsministerium und meldete erfolgreiche Tests für sicheren Datentransport im Orbit – beides Signale für ein wachsendes Auftragsvolumen im laufenden Jahr.
Geopolitische Spannungen als Kurstreiber
Über die Unternehmensnachrichten hinaus profitiert Leonardo von einer Verschiebung im Anlegerfokus. Die US-Militäroperation in Venezuela, die am 3. Januar zur Festnahme von Präsident Nicolás Maduro führte, hat eine Welle von Kapitalzuflüssen in europäische Rüstungswerte ausgelöst. Laut einer aktuellen Deloitte-Umfrage unter Finanzchefs rangieren geopolitische Risiken mit einem Wert von 65 Punkten nun wieder an erster Stelle der Sorgenliste. Leonardo gilt als direkter Profiteur dieser Volatilität – das Unternehmen liefert Verteidigungselektronik, Hubschrauber und Cybersicherheitslösungen.
Der italienische FTSE MIB erreichte am Dienstagvormittag mit 45.962 Punkten den höchsten Stand seit dem Jahr 2000. Während Technologiewerte wie ASML und SAP unter Druck gerieten, verzeichneten Rüstungstitel deutliche Zugewinne. Die US-Tochter DRS fungiert dabei als natürliche Absicherung und ermöglicht Leonardo den Zugang zu steigenden amerikanischen Verteidigungsbudgets.
Blick nach vorn
Entscheidend wird in den kommenden Wochen die konkrete Umsetzung des Rheinmetall-MBDA-Projekts. Erste Vertragsabschlüsse mit der Bundeswehr oder anderen NATO-Partnern dürften die Fantasie weiter beflügeln. Sollten sich die fragilen Friedensverhandlungen in Paris bezüglich der Ukraine oder die Lage in Südamerika verschärfen, erwarten Beobachter anhaltenden Aufwärtsdruck. Klarheit über die Auswirkungen der strategischen Maßnahmen auf die Prognose 2026 bringen die vorläufigen Gesamtjahreszahlen für 2025.
Leonardo-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Leonardo-Analyse vom 07. Januar liefert die Antwort:
Die neusten Leonardo-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Leonardo-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 07. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Leonardo: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








